BUGA als Impulsgeber für nachhaltige Stadtentwicklung
Dies ist für uns ein sehr froher Tag nach einer intensiven Arbeitsphase, in der wir die Grundlagen für eine gelingende Zusammenarbeit gelegt haben. Ich freue mich, dass jetzt die Partnerschaft mit der DBG unter Dach und Fach ist und wir mit diesem erfahrenen Partner unsere Pläne für eine einzigartige, innovative BUGA gemeinsam realisieren können.
erklärte Oberbürgermeister Uwe Schneidewind nach der Unterzeichnung.
Jochen Sandner, Geschäftsführer der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft mbH, hob die Bedeutung der Wuppertaler Pläne hervor.
Eine BUGA ist mehr als das sechsmonatige Event. Mit einer BUGA werden bleibende Werte geschaffen. Wir stoßen städtebauliche Prozesse an, holen Grün in die Stadt. Das Wuppertaler Konzept hat viele besonders heraus-fordernde, aber auch chancenreiche Aspekte. Wir werden mit all unserer Erfahrung und Expertise zu einer erfolgreichen Realisierung beitragen, die für Stadt und Region ein großer Gewinn sein soll.
Schneidewind betonte erneut die Rolle der BUGA als Motor für die Stadtentwicklung Wuppertals.
Gleichzeitig stecken in dem innovativen Konzept auch besondere Herausforderungen: Die BUGA Wuppertal soll Maßstäbe setzen, damit sind natürlich auch Risiken verbunden. Diese Risiken werden aber beherrschbar sein, wenn die Stadtgemeinschaft hier eine klare Priorisierung trifft.
Besondere Merkmale der BUGA Wuppertal 2031
Der Oberbürgermeister nannte mehrere Alleinstellungsmerkmale der geplanten Bundesgartenschau:
- Ein historischer Bahnhof soll als zentraler Empfangsort dienen und zu einem Ankunftsort und Mobilitäts-Hub entwickelt werden.
- Das Mobilitätskonzept der BUGA soll ohne neue Flächenversiegelung für Parkplätze auskommen.
- Ein Zoologischer Garten wird in die BUGA integriert und durch eine Seilbahn erschlossen.
- Eine 700 Meter lange Hängebrücke, deren Machbarkeit noch geprüft wird, könnte als erstes Bauwerk dieser Art in Deutschland ein städtebauliches und touristisches Highlight darstellen.
Schneidewind verglich die Herausforderungen der BUGA mit dem Bau der Schwebebahn.
In den vielen Chancen der Wuppertaler BUGA 2031 liegen gleichzeitig auch die Herausforderungen. Wie beim Bau der Schwebebahn betritt die Stadt hier Neuland. Das ist uns sehr bewusst. Es gibt für wesentliche Teile unseres Konzeptes keine Blaupausen. Diese Herausforderungen anzunehmen steht für die Aufbruchshaltung der BUGA 2021. Denn wenn uns dieses mutige Zukunftsprogramm gelingt, gewinnt unsere Stadt dauerhaft an Strahlkraft und Lebensqualität.
Fortschritte und Planungen
In der Vorbereitungsphase wurden bereits Verkehrswertgutachten für Grundstücksgespräche beauftragt und Vorkaufssatzungen auf den Weg gebracht. Die Verbindung zwischen dem Bahnhof Vohwinkel und dem BUGA-Gelände wird in Zusammenarbeit mit der Bahnentwicklungsgesellschaft (BEG) untersucht. Fördergespräche mit Landesministerien wurden geführt, und eine Förderkonferenz ist zugesagt. Das Finanzamt hat seine Unterstützung zugesichert.
Erste Überlegungen zu den BUGA+-Projekten wurden mit dem BUGA-Beirat abgestimmt. Ein Informationstermin zum Seilbahnbau fand statt, und die Bergische Universität macht das Mobilitätskonzept zu einem Seminarthema. Gutachten zu Artenschutz, Boden und Rechtsfragen für die Hängebrücke sind in Arbeit.
Die Kooperation mit dem Förderverein und die gemeinsamen Runden mit den Initiatoren der BUGA+-Projekte werden als ermutigend beschrieben. Der Radrundweg um Wuppertal entwickelt sich zu einem zentralen Projekt des BUGA+-Konzeptes. Zur Förderung kleinerer Projekte ist ein BUGA-Budget analog zum Bürgerbudget geplant.
Es hat etwas länger gedauert als ursprünglich geplant, aber den Auftakt haben wir gut bewältigt. Wir freuen uns sehr. Die Basis ist gelegt für eine vertrauensvolle, sehr spannende Zusammenarbeit zur BUGA Wuppertal 2031.
ergänzte DBG-Geschäftsführer Jochen Sandner.
Weitere Details zur Besetzung der Gremien der „BUGA Wuppertal 2031 gGmbH“ werden dem Stadtrat in seiner kommenden Sitzung im Mai zur Entscheidung vorgelegt.
