Von der Gründung bis zur Gegenwart: Die Entwicklung der Franz Carl Nüdling Basaltwerke
Die Franz Carl Nüdling Basaltwerke GmbH + Co. KG, ein Hersteller von Baustoffen aus Naturstein und Beton, feiert in diesem Jahr ihr 125-jähriges Bestehen. Die Gründung des Unternehmens erfolgte 1893 durch Franz Carl Nüdling, der einen Produktionsstandort im Phonolith-Steinbruch in Rupsroth in der Rhön/Hessen etablierte.
Anfänglich umfasste das Produktportfolio handgefertigten Eisenbahnschotter aus Phonolith. Trotz globaler Konflikte, struktureller Veränderungen und konjunktureller Schwankungen verzeichnete das Unternehmen ein kontinuierliches Wachstum. Im Jahr 1923 begann im Basaltwerk Billstein/Seiferts der Abbau und die Aufbereitung von Basalt zu Splitten, Sanden und Schotter für den Straßen-, Wege- und Betonbau.
Nach dem Tod des Gründers im Jahr 1931 übernahmen seine Söhne August und Richard Nüdling die Geschäftsführung. Sie vereinigten die Betriebe in Rupsroth und Billstein zur Franz Carl Nüdling Basaltwerke OHG Fulda. Unter ihrer Führung wurden die Produktionskapazitäten in bestehenden und neuen Werken ausgebaut. Dies schloss den Einstieg in die Produktion von Asphaltmischgut und Betonelementen ein, wobei letztere ab 1943 im Werk Seiferts hergestellt wurden. Später verlagerte sich der Fokus auf die Produktion von Pflastersteinen, Gartenmauersystemen und weiteren Produkten für den Straßen- sowie Garten- und Landschaftsbau.
Die Übernahme des Steinbruches in Suhl/Hasselstein im Jahr 1951 führte zu einer erheblichen Erweiterung der Produktionskapazitäten für Produkte des Straßen- und Betonbaus. Im Jahr 1964 erweiterte FCN das Produktangebot durch die Übernahme des Fertigteilwerkes Grünkorn in Fulda um Betonfertigteile für den Hausbau und Lärmschutzwände. Bis 1998 wurden an diesem Standort auch Betonrohre für den Tiefbau gefertigt.
In der dritten Generation übernahmen Hans Dieter Nüdling (bis 1991) und Franzkarl Nüdling (bis 1987) die Geschäftsführung zwischen 1966 und 1991. Die systematische Umstellung auf industrielle Fertigung steigerte die Kapazitäten. Es folgten Jahrzehnte mit regionalem und überregionalem Wachstum. Die Erschließung neuer Geschäftsfelder im Fertigteil- und Schallschutzbau sowie Innovationen in den Segmenten Betonelemente und Wandbaustoffe wurden durch Kooperationen und Lizenzpartnerschaften vorangetrieben. Die wirtschaftliche Belebung in den neuen Bundesländern in den frühen 1990er Jahren nutzte FCN zur Errichtung neuer Betriebsstätten in Fambach und Wandersleben.
Durch die Übernahme der Firma MBN in Mühlhausen und die Erschließung weiterer Produktionsstätten in Themar, Heringen und Zwickau wurde das Produktportfolio um Bordsteine und ein umfangreiches Programm an Gestaltungsplatten für den Garten- und Landschaftsbau erweitert. Beteiligungen an Natursteinbetrieben in der Region sichern die Rohmaterialverfügbarkeit und kurze Transportwege.
Mit der Übernahme der Geschäftsführung durch Peter Nüdling im Jahr 1991 erfolgte eine Neustrukturierung des Unternehmens. Gemeinsam mit Reinold Weber (1987–2013) wurde eine Spartenorganisation eingeführt und die operative Tätigkeit in die drei Geschäftsbereiche Natursteine, Betonelemente und Fertigteiltechnik gegliedert. Ab 1999 agierten diese drei Gesellschaften rechtlich selbstständig unter dem Dach der Franz Carl Nüdling Basaltwerke GmbH + Co. KG, die fortan als Holdinggesellschaft zentrale Dienste wie Buchhaltung, EDV und Einkauf übernahm. Nach dem Ausscheiden von Reinold Weber im Jahr 2013 folgte ihm Bernhard Pilz als Geschäftsführender Gesellschafter.
Es folgte eine Neustrukturierung der Geschäftsführung innerhalb der Unternehmensgruppe. Frank Diegmüller wurde zum Geschäftsführer für Vertrieb und Marketing der F.C. Nüdling Betonelemente GmbH + Co. KG bestellt, während Bernhard Klöppner die Bereiche Technik und Produktion übernahm. Thomas Zentgraf ist Geschäftsführer der F.C. Nüdling Fertigteiltechnik GmbH + Co. KG.
Die F.C. Nüdling Unternehmensgruppe versteht sich heute als mittelständisches Familienunternehmen. Das Produktangebot reicht von Artikeln für die Gartengestaltung bis zu Innovationen mit regionaler und überregionaler Verfügbarkeit. Neben Produkten für den Garten- und Landschaftsbau, die auf ein System aus Pflaster, Platten, Mauern und Treppen setzen, umfasst das Spektrum Wandbaustoffe, Produkte für den Systemrohbau sowie Lärmschutzwände.

