Naturschutz

Immer mehr Gemeinden in Niederösterreich setzen auf pestizidfreie Grünpflege

Immer mehr Gemeinden in Niederösterreich verzichten auf Pestizide: 2016 stellte im Schnitt jede Woche eine Kommune um. Die Initiative „Natur im Garten“ treibt die ökologische Grünpflege weiter voran – mit dem Ziel komplett giftfreier Flächen.

Initiative „Natur im Garten“ treibt ökologische Grünpflege in Gemeinden voran

In Niederösterreich gewinnt die ökologische Pflege öffentlicher Grünflächen weiter an Bedeutung. Im Jahr 2016 stellte statistisch jede Woche eine weitere Gemeinde ihre Bewirtschaftung auf pestizidfreie Verfahren um. Damit wächst die Zahl der Kommunen, die konsequent auf chemische Pflanzenschutzmittel verzichten.

2016 verzichtete im Jahresschnitt pro Woche eine neue Gemeinde bei der Pflege der Grünräume und Parks auf den Einsatz von Pestiziden. Diese Einigkeit unter den Gemeinden über die Parteigrenzen hinweg bestätigt uns in unserem Bemühen, die Ökologisierung der Gärten und Grünräume weiter zu forcieren

Insgesamt setzen bereits 211 Gemeinden auf eine Pflege ohne Pestizide. Allein im Jahr 2016 haben sich 48 weitere Kommunen diesem Weg angeschlossen und ein entsprechendes Bekenntnis für die zukünftige Grünraumbewirtschaftung abgegeben.

„Natur im Garten“ gewinnt weiter an Bedeutung

Parallel dazu wächst auch die Zahl der Gemeinden, die sich den strengeren Kriterien der Initiative „Natur im Garten“ verpflichten. Diese verzichten nicht nur auf Pestizide, sondern auch auf chemisch-synthetische Düngemittel und Torf.

Die Anzahl dieser Gemeinden stieg 2016 von 45 auf 65 und verzeichnet damit ein deutliches Wachstum. Ziel bleibt es, die Grünflächen im gesamten Bundesland langfristig vollständig ökologisch zu bewirtschaften.

Bis 2020 sind Niederösterreichs Grünflächen giftfrei

Regionale Unterschiede und Vorreiter

Mehr als ein Drittel der niederösterreichischen Gemeinden arbeitet bereits ohne den Einsatz von Giftstoffen. In den Bezirken Gmünd, Melk, Neunkirchen und Zwettl liegt der Anteil sogar bei über 50 Prozent.

Besonders stark ist der Ansatz im Bezirk Wiener Neustadt verankert. Dort setzen bereits neun Gemeinden zusätzlich zu pestizidfreier Pflege auch auf den Verzicht von synthetischen Düngemitteln und Torf. Auch die Städte Waidhofen an der Ybbs und Wiener Neustadt haben sich den Kriterien angeschlossen.

Kommunen als Treiber der Ökologisierung

Die Rolle der Städte und Gemeinden wird als entscheidend für die weitere Verbreitung ökologischer Bewirtschaftungsformen gesehen. Öffentliche Grünanlagen dienen dabei als Vorbild für private Gärten und tragen zur Sensibilisierung der Bevölkerung bei.

Ich gratuliere den Gemeinden für ihr Engagement und ihre Vorbildwirkung gegenüber der Bevölkerung. Gerade als Mutter bin ich beruhigt, wenn meine Kinder beim Spielen auf öffentlichen Spielplätzen oder in Parks nicht mit Gift in Kontakt kommen. Daher haben wir das Ziel formuliert, dass bis 2020 alle Parks und Grünräume Niederösterreichs giftfrei werden

Langjährige Initiative mit Vorbildcharakter

Die Initiative „Natur im Garten“ engagiert sich seit über 17 Jahren für die ökologische Gestaltung und Pflege von Grünräumen. Neben dem Verzicht auf problematische Stoffe stehen die Förderung der Biodiversität sowie der Einsatz heimischer Pflanzen im Fokus.

Das Konzept hat sich inzwischen über die Landesgrenzen hinaus etabliert und dient auch anderen Regionen als Vorbild für eine nachhaltige Entwicklung im Garten- und Landschaftsbau.

09.01.2017

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