Erfolgreiche Bildungsarbeit und Beratung für Freizeitgärtner
Ministerialdirigent Eckbert Dauer würdigte in seiner Laudatio die Bildungsarbeit der Bayerischen Gartenakademie im Bereich des umweltgerechten Haus- und Kleingartens. Er dankte den Freizeitgartenbauverbänden für ihr Engagement in Bayern, das mit 770.000 organisierten Freizeitgärtnern bundesweit die Spitzenposition einnimmt. Dauer betonte die Rolle der Akademie als Beratungs-, Informations- und Bildungseinrichtung für Freizeitgärtner in Bayern.
Der Garten gewinnt in Zeiten von Globalisierung, Mobilität und Digitalisierung als Ort der Entschleunigung und Regeneration an Bedeutung.
Umfassendes Gartenwissen in Theorie und Praxis vermitteln
Die Bayerische Gartenakademie, angesiedelt an der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG), bietet Freizeitgärtnern unabhängige Beratung zur Gartengestaltung und -nutzung. Die Nachfrage nach Gartenwissen ist hoch: In 25 Jahren wurden über 100.000 telefonische Anfragen und mehr als 15.000 E-Mails beantwortet. Zudem wurden über 1.000 Gartentipps veröffentlicht.
Neben der Beratungsarbeit vermittelt die Akademie Fachwissen in Seminaren, Workshops und Qualifizierungsmaßnahmen. Jährlich nutzen über 1.000 Bürger dieses Bildungsangebot. Der Mustergemüsegarten in Veitshöchheim, der sich 2019 dem Thema Biodiversität widmete, veranschaulicht die vermittelten Inhalte. Die Bayerische Gartenakademie organisiert jährlich über 180 Gruppenführungen mit mehr als 4.500 Besuchern in Veitshöchheim und anderen Mustergärten der LWG.
Zukünftige Herausforderungen und die Bedeutung von Grünflächen
Zwei Beiträge skizzierten zukünftige Herausforderungen für die Bayerische Gartenakademie. Angesichts von „Fridays for Future“ soll Kindern und Jugendlichen die Faszination des Gartens nähergebracht werden.
Der Einsatz von neuen Medien soll das echte Gartenerlebnis dabei nicht ersetzen, sondern vielmehr ein Öffner der realen Gartentür sein.
Dies äußerte Tanja Sixt, Vorsitzende des Gartenbauvereins München-Großhadern e. V. Anton Robl, Landschaftsarchitekt aus Furth im Wald, sprach über die zukünftige Gestaltung von Arbeitsplätzen.
Er prognostizierte, dass Büros und Firmengelände grüner werden und zur Regeneration während des Arbeitsalltags dienen. Robl betonte:
Besonders das Grün ist der natürliche Grundbaustein für den Aufbau von Resilienz, also der geistigen Widerstandsfähigkeit, die im heutigen hektischen und schnelllebigen Arbeitsalltag immer wichtiger wird.
Sein Vortrag zeigte zudem praktische und innovative Anwendungen. Für Fragen rund um den Garten, wie etwa zur Frostverträglichkeit von Gemüsepflanzen oder aktuellen Pflanzmöglichkeiten, steht das Gartentelefon der Bayerischen Gartenakademie unter 0931 9801-147 zur Verfügung (Montag und Donnerstag, 10-12 Uhr und 13-16 Uhr). Weitere Informationen zu Seminaren, Bildungsangeboten und Wochentipps sind online verfügbar.

