Die Grüne Stadt, Naturschutz

300 Kommunen engagieren sich für biologische Vielfalt

Die Stadt Müncheberg ist das 300. Mitglied des Bündnisses „Kommunen für biologische Vielfalt“. Das Bündnis fördert den Austausch und die Umsetzung von Maßnahmen zur Erhaltung der Artenvielfalt in Städten und Gemeinden.

Wachsendes Engagement für den Artenschutz in Kommunen

Die Stadt Müncheberg im Landkreis Märkisch-Oderland ist das 300. Mitglied des Bündnisses „Kommunen für biologische Vielfalt“ (Kommbio). Dem Bündnis gehören neben zahlreichen kleineren Gemeinden auch die Mehrheit der deutschen Großstädte sowie einige Landkreise an. Alle teilnehmenden Kommunen verpflichten sich durch eine Deklaration zur Umsetzung von Maßnahmen zur Erhaltung und Stärkung der biologischen Vielfalt.

Das Bündnis nahm seine Arbeit im Jahr 2012 mit 63 Gründungsmitgliedern auf. In den Folgejahren stieg die Mitgliederzahl kontinuierlich an. Allein im Jahr 2020 traten 63 neue Kommunen bei, und bis 2021 konnte der Verein bereits 29 weitere Mitglieder gewinnen.

Insbesondere seit der Veröffentlichung der Krefelder Studie und dem Bekanntwerden des immensen Insektenrückgangs ist das Bewusstsein in Städten, Gemeinden und Landkreisen für den Erhalt der biologischen Vielfalt spürbar angestiegen.

Dies erklärte Gerold Rechle, Oberbürgermeister von Laupheim und Vorsitzender des Bündnisses. Kommbio macht die Aktivitäten seiner Mitglieder bundesweit bekannt und fördert den Austausch über Handlungsmöglichkeiten zum Schutz der biologischen Vielfalt.

Unterstützung und Austausch für Kommunen

Die Geschäftsstelle des Vereins steht den beteiligten Kommunen bei Fragen zur Verfügung, beispielsweise bei der Initiierung neuer Artenschutzprojekte oder der naturnahen Ausrichtung des Grünflächenmanagements. Der Verein vermittelt Kontakte zu Kommunen mit entsprechender Praxiserfahrung, gibt Broschüren heraus und bietet Fachveranstaltungen an, um den Austausch unter den Mitgliedern zu fördern.

Auf der Internetseite des Bündnisses sind zahlreiche Praxisbeispiele zur Förderung der biologischen Vielfalt in Kommunen dokumentiert. Dazu gehören naturnahe Wiesenflächen und Saumvegetation auf dem Friedhof Speyer, die Umgestaltung von Gewerbegebieten in Iserlohn unter dem Motto „Grün statt Grau“, die Anlage naturnaher Wiesen im Verkehrsgrün in der Büchnerstadt Riedstadt sowie die Kartierung und der Schutz von Höhlenbäumen in Frankfurt.

Weitere Projekte umfassen ein Spatzenprojekt in Köln, die Förderung artenreicher Ackerrandstreifen in Heilbronn und der Einsatz eines kommunalen Wanderschäfers für Naturschutzflächen in Augsburg. In Abtsgmünd bereichern Wildblumen und Stauden das Verkehrsbegleitgrün. Die Region Hannover setzt ein Hühnermobil zur Umweltbildung in Schulen und Kitas ein, und Wernigerode macht ihre Gewässer durch Fischaufstiege für Forellen durchgängig.

Auszeichnungen und Förderprogramme

Zur Unterstützung der Kommunen bei der Anlage und Pflege naturnaher innerstädtischer Grünräume vergibt das Bündnis das Label „StadtGrün naturnah“. Im bundesweiten Wettbewerb „Naturstadt – Kommunen schaffen Vielfalt“ wurden im vergangenen Jahr durch eine Bundesförderung 40 Projekte mit jeweils 25.000 Euro für die Umsetzung von Ideen zum Insektenschutz im Siedlungsbereich und zur Förderung der Stadtnatur ausgezeichnet.

Gemeinsam können wir im Siedlungsraum naturnahe und nachhaltige Lebensräume für Pflanzen und Tiere für die Zukunft schaffen und nebenbei wird das Klima für uns Menschen verbessert – eine Win-Win-Situation für uns alle.

Robert Spreter, Geschäftsführer des Vereins, sieht in der Arbeit von Kommbio große Chancen.

Zu den neuen Mitgliedern im Jahr 2021 zählen unter anderem die Gemeinde Nottuln, die Stadt Sehnde, die Stadt Weilheim i.OB, die Stadt Fellbach, die Stadt Hemer, die Gemeinde Hohenhameln, die Kreisstadt Homberg (Efze), die Gemeinde Hattenhofen, die Gemeinde Reischach, die Stadt Hattingen, die Stadt Karlstadt, die Gemeinde Kreuzau, die Stadt Lemgo, die Gemeinde Reichenau, die Gemeinde Wentorf bei Hamburg, die Stadt Lehrte, die Gemeinde Rellingen, die Stadt Waldbröl, der Landkreis Hameln-Pyrmont, der Magistrat der Stadt Bensheim, die Gemeinde Bietigheim, die Gemeinde Birkenau, die Stadt Bottrop, die Stadtverwaltung Germersheim, die Gemeinde Hüttlingen, die Gemeinde Kerken, die Gemeinde Muggensturm, die Stadt Müncheberg und der Rhein-Neckar-Kreis.

30.07.2021

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