Synergien für nachhaltige Stadtentwicklung
Die klimafarmer GmbH und Karuna Technology haben eine Kooperation bekannt gegeben, die auf der Internationalen Pflanzen Messe (IPM) in Essen vorgestellt wurde. Ziel dieser Zusammenarbeit ist die Verbindung von mit Pflanzenkohle optimierten Böden mit satellitengestützter Analyse von Pflanzflächen in Städten und Gemeinden. Die Partnerschaft soll Kommunen detaillierte Informationen zur Vitalität ihres Stadtgrüns liefern und konkrete Maßnahmen zur Standortverbesserung aufzeigen.
Unsere satellitengestützte Vegetationsüberwachung ermöglicht es Städten und Gemeinden besser als mit herkömmlichen Verfahren frühzeitig zu erkennen, wo im Stadtgrün überhaupt Handlungsbedarf besteht.
Erik Kaiser, Geschäftsführer der Karuna Technology UG, erläutert, dass die satellitengestützte Vegetationsüberwachung eine frühzeitige Erkennung von Handlungsbedarf im Stadtgrün ermöglicht. Bestehende Baumkataster werden durch die Monitoring-Informationen ergänzt und gewinnen so an Aussagekraft. Ron Richter, Geschäftsführer der klimafarmer GmbH, ergänzt, dass durch diese Kooperation Erfahrungen im Klimafarming in Städte und Gemeinden eingebracht werden. Dies führe dazu, dass Stadtböden zu Kohlenstoffsenken entwickelt werden und die Kohlenstoffbindung in Bäumen und Grünflächen exakt messbar wird.
Präzise Daten und Maßnahmen
Die Kooperation fokussiert sich auf die Kombination von Fernerkundungstechnologie und Maßnahmen zur Bodenverbesserung. Karuna liefert Daten zu Baumgesundheit, Biomasse und Kohlenstoffbindung für Stadtgrün. Die hohe Auflösung der Satellitendaten ermöglicht Messwerte für einzelne Bäume oder kleine Flächen. Bei Rasenflächen wie in Parks, auf Golfplätzen oder Sportanlagen kann die Bodenfeuchte gemessen und in die Beregnungsplanung integriert werden.
Die klimafarmer GmbH setzt auf den Einsatz von Pflanzenkohle, um lebendige, humusreiche Böden zu schaffen. Ziel ist es, die Bodenqualität hinsichtlich Wasser- und Nährstoffspeicherung zu verbessern, Kohlenstoff langfristig im Boden zu speichern und die Vitalität des Stadtgrüns zu stabilisieren.
Mit ‚green up - carbon down‘ verbinden wir praktische Lösungen mit objektiven, satellitengestützten Messdaten. So schaffen wir für Kommunalverantwortliche und die Öffentlichkeit maximale Transparenz: Jede Maßnahme zur CO₂-Bindung und Ökosystemleistungen wird nachvollziehbar, überprüfbar und auch langfristig planbar. Gleichzeitig lassen sich damit die Betriebskosten der Grünpflege massiv reduzieren, denn wenn man weiß bei welchen Bäumen es einen Handlungsbedarf gibt können Personal und Betriebsmittel gezielt eingesetzt werden.
Ron Richter betont, dass mit dem Ansatz „green up - carbon down“ praktische Lösungen mit satellitengestützten Messdaten verbunden werden, um Transparenz für Kommunalverantwortliche und die Öffentlichkeit zu schaffen. Maßnahmen zur CO₂-Bindung und Ökosystemleistungen werden nachvollziehbar und planbar, wodurch sich auch die Betriebskosten der Grünpflege reduzieren lassen.
Durch unsere Daten wird es möglich, Veränderungen im Baumbestand über große Flächen und Zeiträume hinweg zu verfolgen, Risiken frühzeitig zu erkennen und Klimaschutzmaßnahmen zielgenau zu steuern.
Erik Kaiser ergänzt, dass die Daten die Verfolgung von Veränderungen im Baumbestand über große Flächen und Zeiträume ermöglichen, Risiken frühzeitig erkennen lassen und Klimaschutzmaßnahmen steuern. Auch vergangene Veränderungen können sichtbar gemacht werden. Stefan Tackmann vom Fachdienst Klima- und Umweltschutz, Grünflächenplanung, Baum- und Artenschutz der Stadt Lüdenscheid berichtet, dass Vitalitätseinbußen durch Baumaßnahmen wie den Glasfaserausbau mit den Messdaten von Karuna schneller sichtbar werden als mit herkömmlicher Baumkontrolle. Die Stadt plant, in Ausschreibungen festzulegen, dass mögliche Schäden durch Vorher-Nachher-Daten zurechenbar sind.
Absicherung von Investitionen und Skalierbarkeit
Die Kooperation setzt neue Standards für Monitoring, Reporting und die Zielgenauigkeit von Maßnahmen. Das Konzept wird bereits in über zwanzig Städten in Deutschland, der Schweiz, Italien und im Central Park in New York angewendet.
Wir haben aktuell schon weit über 100.000 Bäume erfasst und optimieren unsere Technologie KI-gestützt immer weiter.
Erik Kaiser hebt hervor, dass bereits über 100.000 Bäume erfasst wurden und die Technologie KI-gestützt weiter optimiert wird. Die Verbindung von Bodendaten und satellitengestützter Baumanalyse liefert ein integriertes Bild des Zustands des Stadtgrüns. Kommunen können so Entscheidungen und Investitionen auf Basis zuverlässiger Daten treffen, und die Wirksamkeit der Maßnahmen wird sichtbar.
Im Ergebnis können so Ökosystemleistungen dargestellt werden und für die Berichterstattung an kommunale Gremien wie in die lokale Öffentlichkeit genutzt werden.
Ron Richter erklärt, dass Ökosystemleistungen dargestellt und für die Berichterstattung an kommunale Gremien sowie die Öffentlichkeit genutzt werden können. Mit „green up - carbon down“ etablieren klimafarmer und Karuna ein skalierbares Modell. Interessierte Kommunen und Unternehmen sind eingeladen, sich zu beteiligen, Pilotflächen bereitzustellen oder das Projekt als Partner zu unterstützen, um an der Entwicklung eines klimafreundlichen Stadtgrüns mitzuwirken.


