Erfolgreiche Umgestaltung: Vom Steingarten zum Biotop
Beim Landschaftsgärtner-Cup 2022, der im Rahmen der Messe GaLaBau in Nürnberg stattfand, haben Johannes Freigang und Marc-Kevin Richter vom Betrieb Werner Eyßer Schöne Gärten e. K. (Dresden) den ersten Platz belegt. Sie vertraten den Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Sachsen e. V.
Die Veranstaltung, die am 15. und 16. September 2022 stattfand, forderte zwölf Teams dazu auf, einen 4 mal 4 Meter großen Bereich von einem Steingarten in einen nachhaltigen und insektenfreundlichen Vorgarten umzugestalten. Insgesamt 24 Auszubildende wetteiferten über rund 15 Stunden um den Titel der „Deutschen Meisterschaft der Landschaftsgärtnerinnen und Landschaftsgärtner“.
Der zweite Platz ging an Michael Huber und Michael Reindl von der Haderstorfer GmbH Garten- und Landschaftsbau (Ergolding), die den Landesverband Bayern repräsentierten. Christian Vieth und Konstantin Will von der HAHN GÄRTEN OHG (Burghaun) sicherten sich den dritten Platz für den Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Hessen-Thüringen e. V. Zum zweiten Mal nach 2020 kommt das Siegerteam aus Sachsen.
Wettbewerbsaufgabe: Umwandlung von Schottergärten
Die Aufgabe des Wettbewerbs orientierte sich an der Initiative „Rettet den Vorgarten“ des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL). Ziel war es, Schottergärten in grüne, artenreiche Vorgärten umzuwandeln. Dies greift ein Thema auf, das auch im privaten Bereich an Bedeutung gewonnen hat, um die Vielfalt bedrohter Tiere und Pflanzen zu erhalten.
Ein weiterer Fokus lag auf dem nachhaltigen Umgang mit Ressourcen. Die Teilnehmer sollten vorhandene Materialien sinnvoll einsetzen. Die 24 Auszubildenden, darunter vier Frauen und 20 Männer, mussten ein Gartenkonzept umsetzen und dabei verschiedene fachliche Fertigkeiten zeigen. Dazu gehörten das Abstecken nach Plan, Holz- und Natursteinarbeiten, Pflastern, Mauerbau sowie umfangreiche Pflanzarbeiten mit Gehölzen und Stauden. Auch die Integration einer Sitzgelegenheit und eines Fahrradstellplatzes war Teil der Aufgabe.
Teilnehmer und Jury
Nachdem die Vorentscheide auf Landesebene wieder im Frühsommer stattfinden konnten, waren alle zwölf Landesverbände des Garten-, Landschafts- und Sportplatzbaus mit einem Zweierteam beim Finale in Nürnberg vertreten:
- Baden-Württemberg: Lars Huhn und Jana Roßknecht
- Bayern: Michael Huber und Michael Reindl
- Berlin und Brandenburg: Tom Heinzeroth und Linus Müller
- Hamburg: Nick Otte und Lucia Schaller
- Hessen-Thüringen: Christian Vieth und Konstantin Will
- Mecklenburg-Vorpommern: Clemens Golatowski und Lena Jamski
- Niedersachsen-Bremen: Jano Brüning und Jan Paul Middelberg
- Nordrhein-Westfalen: Louis Freese und Lucas Rother
- Rheinland-Pfalz und Saarland: David Haas und Fabrizio Ries
- Sachsen: Johannes Freigang und Marc-Kevin Richter
- Sachsen-Anhalt: Finn Dorow und Melanie Wichert
- Schleswig-Holstein: Andre Hamer und David Suckow
Die Jury unter der Leitung von Ludger Plaßmann setzte sich aus erfahrenen Fachleuten, darunter Betriebsinhaber und Ausbilder aller Landesverbände, zusammen. Sie bewerteten die Entstehung der Gärten nach technischen Regeln und ermittelten die Platzierungen.
Anerkennung für den Nachwuchs
Dr. Martin Huber, CSU-Generalsekretär, war zur Messe GaLaBau 2022 gekommen, um die Sieger zu ehren. Er lobte den Einsatz der Teilnehmer und zeigte sich beeindruckt von den Arbeitsergebnissen des Nachwuchses.
Wir haben wahrlich einen tollen Nachwuchs in unserem vielfältigen Ausbildungsberuf, sowohl junge Frauen als auch Männer! Ich gratuliere nicht nur dem Siegerteam aus Sachsen – vielmehr dürfen alle 24 Teilnehmerinnen und Teilnehmer stolz auf sich sein! Wer diesen Beruf erlernt, gestaltet unsere Zukunft – mit Gärten, die Raum für Artenvielfalt bieten. Alle zwölf Teams haben uns zwei Tage lang mit Leidenschaft vor Augen geführt, was für ein schöner Beruf das ist!
Dies betonte Lutze von Wurmb, Vorsitzender des Ausbildungsförderwerks Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. (AuGaLa) und Präsident des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. (BGL). Er bezeichnete alle zwölf Teams als „Siegerinnen und Sieger“.

