105 Absolventen erreichen 2026 ihren Meisterabschluss im bayerischen GaLaBau
Susanne Standecker aus der Oberpfalz, Elias Enzbrunner aus Oberbayern und Fabian Dickel aus Nordrhein-Westfalen haben bei den diesjährigen bayerischen Meisterprüfungen im Garten- und Landschaftsbau Bestnoten erzielt. Der Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Bayern (VGL Bayern) zeichnete die drei Jahrgangsbesten am 30. Juli 2026 im Rahmen der Meisterfeier auf der Naturbühne im oberfränkischen Trebgast aus.
Mehr als 400 Gäste nahmen an der Veranstaltung teil. Dietmar Lindner, Präsident des VGL Bayern, hob die Verantwortung hervor, die mit dem Meistertitel und der Qualifizierung des beruflichen Nachwuchses verbunden ist.
„Wer den Meistertitel in der grünen Branche trägt, gestaltet Lebensräume, übernimmt Verantwortung für Mitarbeitende und bildet die nächste Generation von Fachkräften aus. Das sind äußerst wichtige Aufgaben. Denn unsere Arbeit ist gefragt wie selten zuvor. Klimaanpassung, Erhalt der Artenvielfalt und nachhaltige Stadtentwicklung gehören zu den großen Themen der Gesellschaft.“
105 Meisterabschlüsse im Garten- und Landschaftsbau
Insgesamt schlossen 151 Frauen und Männer ihre Weiterbildung in fünf unterschiedlichen gärtnerischen Fachrichtungen erfolgreich ab. Mit 105 Abschlüssen stellte der Garten- und Landschaftsbau die mit Abstand größte Gruppe. Hinzu kamen 17 Abschlüsse im Gemüsebau, 14 im Zierpflanzenbau, zwölf im Bereich Baumschule und zwei in der Staudengärtnerei.
Ein Absolvent erhielt seinen Meisterbrief sowohl im Zierpflanzenbau als auch in der Fachrichtung Baumschule. Zusätzlich wurden zwei Abschlüsse zum Fachagrarwirt Baumpflege vergeben.
Meisterpreis und Meisterbonus
Ein Höhepunkt der Feier war die zeremonielle Freisprechung. Mit diesem traditionellen Akt wurden die Absolventinnen und Absolventen symbolisch aus ihrer Fortbildung entlassen und erhielten anschließend ihre Meisterbriefe.
Die 26 Jahrgangsbesten wurden zusätzlich mit dem Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung ausgezeichnet und erhielten eine Urkunde sowie eine Medaille. Absolventinnen und Absolventen mit Wohn- oder Betriebssitz in Bayern können außerdem den mit 3.000 Euro dotierten Meisterbonus in Anspruch nehmen.
Drei Bestnoten besonders gewürdigt
Zusätzliche Auszeichnungen überreichte VGL-Präsident Lindner an Susanne Standecker von Zissler Garten- und Landschaftsbau in Bernhardswald im Landkreis Regensburg, Elias Enzbrunner von der Enzbrunner GmbH in Egglkofen im Landkreis Mühldorf am Inn und Fabian Dickel von Achinger Gärten und Freiräume in Bad Berleburg im Kreis Siegen-Wittgenstein.
Standecker und Enzbrunner absolvierten ihre Fortbildung an der Fachschule für Gartenbau in Landshut-Schönbrunn. Dickel besuchte die Staatliche Meister- und Technikerschule für Weinbau und Gartenbau in Veitshöchheim bei Würzburg.
Auch Christian Busch aus Nürnberg wurde für seine Leistung zum Fachagrarwirt Baumpflege gewürdigt. Lindner überreichte ihm eine Ehrenurkunde und Fachliteratur. Busch absolvierte seine Fortbildung an der Nürnberger Schule in Altdorf bei Nürnberg.
Meisterbrief als höchste berufliche Qualifikation
Die Festrede hielt Florian Luderschmid, Regierungspräsident von Oberfranken. Er gratulierte den neuen Meisterinnen und Meistern und unterstrich die Bedeutung ihrer beruflichen Qualifikation.
„Der Meisterbrief ist die höchste Qualifikation in der beruflichen Bildung – darauf können Sie mit Recht stolz sein. Sie haben sich für einen Beruf entschieden, der echte Werte schafft. Als Brückenbauer zwischen Mensch und Natur und als Bewahrer unserer Schöpfung leisten Sie einen unverzichtbaren Beitrag. Sie machen unsere Welt grüner, lebenswerter und schöner – mit Ihrem Können, Ihrem Wissen und Ihrem Herzen.“
Mit den Meisterabschlüssen verfügen die Absolventinnen und Absolventen über eine Qualifikation, die neben fachlichem Können auch Verantwortung für Mitarbeitende und die Ausbildung des beruflichen Nachwuchses umfasst. Gerade die hohe Zahl der diesjährigen Abschlüsse unterstreicht dabei die Bedeutung der beruflichen Weiterbildung für die Branche.
