Förderung für den Biotopverbund in der Isarmündung
Das Isarmündungsgebiet, eines der letzten großen naturnahen Mündungsgebiete Deutschlands, erhält eine Förderung von 487.500 Euro aus dem Bayerischen Naturschutzfonds. Der Förderbescheid wurde vom bayerischen Umweltminister Dr. Markus Söder an den Deggendorfer Landrat Christian Bernreiter überreicht, um diesen einzigartigen Lebensraum dauerhaft zu sichern.
Das Gebiet zeichnet sich durch Auwälder, Streuwiesen und artenreiche Magerrasen aus und bildet eine weitgehend intakte Überflutungsaue im Mündungsbereich des Alpenflusses. Es dient als Zufluchtsort für zahlreiche bedrohte Tier- und Pflanzenarten, darunter Schwarzstörche und Purpurreiher.
BayernNetzNatur-Projekt „Isarmündung“
Im Rahmen des BayernNetzNatur-Projekts „Isarmündung“ soll auf einer Fläche von 2926 Hektar ein möglichst lückenloser Biotopverbund sowie ein zusammenhängender Hartholzauwald etabliert werden. Das Programm BayernNetzNatur zielt darauf ab, hochwertige Lebensräume und deren Artenvielfalt in Bayern langfristig zu erhalten.
Der Landkreis Deggendorf kann mit dem Zuschuss des Naturschutzfonds im Zeitraum von Juli 2010 bis Juni 2015 rund 30 Hektar Fläche im Projektgebiet erwerben. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 650.000 Euro, wovon der Landkreis Deggendorf 162.500 Euro beisteuert.
Gebietsbetreuung und Bibermanagement
Zusätzlich finanziert der Bayerische Naturschutzfonds einen Gebietsbetreuer für den Bereich der Isarmündung. Dieser ist unter anderem für die Durchführung von Führungen durch das Gebiet zuständig und kümmert sich um die lokale Biberpopulation. Für diese Aufgabe beläuft sich die Fördersumme auf 63.500 Euro für den Zeitraum von 2008 bis 2011.