Deichverstärkung schützt vier Gemeinden im Achental
Die aktuellen Baumaßnahmen im Achental kommen den Gemeinden Marquartstein, Staudach-Egerndach, Grassau und Übersee zugute. Im Rahmen dieses Projekts werden insgesamt 4,4 Kilometer Deiche mit Innendichtungen in Form von Spundwänden verstärkt.
Durch die Maßnahme werden die Deiche im Achental wirkungsvoll verstärkt. Die neuen Innendichtungen sind wie eine Lebensversicherung für die Deiche. Die knapp 5 Millionen Euro sind sehr gut investiert und kommen den Menschen in der Region direkt zu Gute.
Die Tiroler Achen gilt aufgrund ihrer voralpinen Lage als besonders anfällig für Hochwasserereignisse. Beim Juni-Hochwasser 2013 kam es bei Almau und südlich der Autobahn 8 zu zwei Deichbrüchen.
Langfristige Investitionen in den Hochwasserschutz
Die Schäden des Juni-Hochwassers 2013 wurden im Rahmen eines Soforthilfeprogramms für rund 2,6 Millionen Euro behoben und die betroffenen Deiche entsprechend verstärkt. Seit diesem Ereignis wurden in den Landkreisen Altötting, Berchtesgadener Land und Traunstein bereits über 6 Millionen Euro an Sofortmitteln für den Hochwasserschutz eingesetzt.
Weitere 6,6 Millionen Euro sind bis 2015 für zusätzliche Maßnahmen vorgesehen, darunter weitere Deichinnendichtungen an der Tiroler Achen. Insgesamt plant Bayern, bis zum Jahr 2020 3,4 Milliarden Euro in den Ausbau des Hochwasserschutzes zu investieren. Seit 2001 wurden bereits 1,8 Milliarden Euro für diesen Zweck aufgewendet.