Zusätzliche Mittel für Moorrenaturierung und Umweltbildung
Im Rahmen der Verhandlungen zum Doppelhaushalt 2015/2016 wurden zusätzliche Mittel für den Natur- und Artenschutz in Bayern bereitgestellt. In den kommenden zwei Jahren stehen hierfür 6 Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung.
Der Erhalt unserer Natur und der Artenvielfalt in Bayern hat für die Bayerische Staatsregierung höchste Priorität. Von den neuen 6 Millionen Euro profitiert die heimische Tier- und Pflanzenwelt. Damit setzen wir ein deutliches Signal für einen zukunftsfähigen Naturschutz in Bayern.
Rund 1,8 Millionen Euro der zusätzlichen Mittel sind für die Renaturierung von Mooren vorgesehen.
Moore gehören zu unserer bayerischen Heimat und sind unverzichtbarer Bestandteil unseres Naturerbes. Moore sind wertvollste Lebensräume für seltene Tiere und Pflanzen wie den Schmetterling Hochmoorgelbling und den Sonnentau. Intakte Moore sind zudem bedeutende Kohlenstoffspeicher und leisten damit einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz.
Seit 2008 wurden bereits 14 Millionen Euro in die Renaturierung von über 30 Mooren investiert. In Oberbayern, Schwaben, Niederbayern, der Oberpfalz und Oberfranken konnten dadurch 1.300 Hektar Moorflächen renaturiert werden. Das Ziel ist es, bis zum Jahr 2020 mindestens 50 Moore zu renaturieren.
Das bestehende Gebietsbetreuersystem wird auf dem aktuellen Niveau fortgeführt.
Gebietsbetreuer sind wichtige Ansprechpartner vor Ort für die Bevölkerung und für Touristen. Sie betreuen über 30 ökologisch bedeutende Landschafts- und Naturräume in Bayern.
Weitere 1,1 Millionen Euro sind im Doppelhaushalt für die Umweltbildung eingeplant. Diese Mittel ermöglichen unter anderem die Anerkennung neuer Umweltbildungsstationen und die Umsetzung von Umweltbildungsmaßnahmen.
Bayern zeichnet sich durch eine hohe Artenvielfalt aus. Auf etwa einem Fünftel der Fläche Deutschlands sind hier rund 80 Prozent der in der Bundesrepublik vorkommenden Tier-, Pflanzen- und Pilzarten beheimatet, was insgesamt etwa 80.000 Arten entspricht.