Baustoffe & Materialien, Park- und Aussenanlagen

6.000 m² Ankerverbundpflaster sichern Warenumschlag im neuen Binnenhafen

Im neuen Binnenhafen Euro-Hafen Emsland-Mitte gewährleisten 6.000 m² Ankerverbundpflaster die Belastbarkeit der Umschlagsflächen. Das Areal umfasst ein Hafenbecken mit Logistik- und Industrieflächen, die einen jährlichen Warenumschlag von bis zu 500.000 Tonnen ermöglichen.

Hintergrund und Entwicklung des Hafenprojekts im Emsland

Der Dortmund-Ems-Kanal ist eine zentrale Wasserstraße für die Binnenschifffahrt in Deutschland und verbindet Dortmund mit Emden. Trotz seiner Bedeutung profitierte die Wirtschaft im Emsland bisher nur begrenzt, was unter anderem an der unzureichenden Infrastruktur der bestehenden Häfen in Meppen und Haren lag.

Der Emshafen im Stadtgebiet Meppen liegt städtebaulich sehr ungünstig und weist eine sehr schlechte Bausubstanz auf. Ebenso fehlen Flächen, um Unternehmen um den Hafen anzusiedeln und den Hafen nachhaltig zu gestalten. Der Hafen der Stadt Haren ist ein reiner Werfthafen. Er wird für den Güterumschlag dort ansässiger Betriebe genutzt. Ein darüber hinaus gehender Hafenumschlag ist aufgrund der vorhandenen Infrastrukturausstattung nicht möglich.

Dies erläutert Dipl.-Kfm. Markus Honnigfort, Geschäftsführer der Euro-Hafen Emsland-Mitte Entwicklungs- und Bau GmbH. Vor diesem Hintergrund entstand die Planung für einen interkommunalen Hafen.

Ziel war es, auf dem neuen Hafengelände einen nahtlosen Umschlag zwischen Schiff, Bahn und LKW zu gewährleisten und somit einen attraktiven Investitionsstandort zu schaffen, der kostengünstige Transportketten ermöglicht. Durch die üppigen Platzverhältnisse konnten wir hier ideale Zufahrtswege für LKW schaffen und ebenso einen direkten Anschluss an das Gleisnetz der Deutschen Bahn AG realisieren.

So Honnigfort weiter. Für den Hafen wurde ein 950 Meter langer Stichkanal zur Ems gegraben. Das Hafenbecken ist 170 Meter breit und 4,20 Meter tief und bietet Platz für fünf Großmotorgüterschiffe mit einer Tragfähigkeit von jeweils bis zu 2.100 Tonnen.

Für das erste Betriebsjahr ist ein Umschlag von 250.000 Tonnen geplant, der innerhalb von zwei bis drei Jahren auf 500.000 Tonnen pro Jahr ansteigen soll. Umgeschlagen werden Schütt- und Schwergüter, Container und Flüssigkeiten. Die Betreibergesellschaft ist für den Umschlag und die Beschaffung der Umschlagsgeräte verantwortlich. Zum Einsatz kommen Rackets, Stapler, Radlader, Kräne sowie der Longstar, ein Reach Stacker für die Containerentladung aus tieferliegenden Schiffen.

Anforderungen an die Flächenbefestigung im Euro-Hafen

Der Longstar kann bis zu 50 Tonnen heben und hat ein Eigengewicht von etwa 100 Tonnen. Solche Fahrzeuge stellen hohe Anforderungen an die befestigten Flächen.

Flächen, auf denen sich diese Fahrzeuge bewegen sind außergewöhnlich hohen Belastungen ausgesetzt. Deshalb suchten wir bei der Planung der Umschlagsflächen hinter den Kaianlagen nach einem Pflastermaterial, welches diesen Anforderungen gerecht wird.

Erläutert Hermann Kemper, Oberbauleiter und Baudezernent der Stadt Haren, der das Projekt bauseitig leitet. Herrmann Plock, bauleitender Planer des Ingenieurbüros Grothe, schlug das Pflastersystem UNI-Coloc vor.

Für die insgesamt 6.000 m² großen Flächen war ein Pflasterbelag gewünscht, der hohe statische und dynamische Kräfte aufnimmt und in die Fläche ableitet. Da wir bereits bei mehreren anderen Projekten mit dem Pflastersystem UNI-Coloc gute Erfahrungen gemacht haben, war für uns auch hier das Systempflaster von UNI erste Wahl. Wegen der besonders hohen Belastung der Ladefahrzeuge haben wir dann auch die Version mit 10cm Stärke eingebaut.

Das UNI-Coloc-Schwerlastpflaster wirkt durch seine Winkelform wie ein Anker. Jeder Stein ist in zwei Nachbarreihen verankert, wodurch statische und dynamische Kräfte in die Fläche abgeleitet werden. Dieser Ankerverbund verhindert das Verdrehen, Kippen und Verkanten der Steine unter Belastung.

Während der Bauarbeiten hat sich das System bereits bewährt. Der gesamte Baustellenverkehr konnte der Fläche nichts anhaben und da sich das Ankerverbundpflaster auch schon an vielen anderen Hafenanlagen bewährt hat, bin ich mir sicher, dass die Umschlagsflächen der Belastung auch langfristig standhalten werden.

So Kemper. Die Flächen haben ihre Tauglichkeit seit der offiziellen Eröffnung des Eurohafens am 24. Oktober unter realen Bedingungen bewiesen. Die geplanten Baukosten von rund 21 Mio. Euro wurden nicht überschritten, auch weil das UNI-Coloc-Pflastersystem eine wirtschaftliche Lösung darstellte und die Verlegung maschinell und zeitsparend erfolgen konnte.

29.12.2007

Weitere Informationen erhalten Sie hier:

UNI-INTERNATIONAL Bausysteme GmbH + Co. KG

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45481Mülheim
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