6. Veitshöchheimer GaLaBau-Herbst: EDV und Vermessung im Fokus

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Der 6. Veitshöchheimer GaLaBau-Herbst widmete sich der EDV und Vermessung im Landschaftsbau. Über achtzig Teilnehmer informierten sich über den Zusammenhang von Vor- und Endaufmaß für die Schlussrechnung. Experten zeigten, wie präzise Vermessung die Effizienz steigert und Kunden beeindruckt.

Effizienzsteigerung durch digitale Vermessung im GaLaBau

Die Vermessungsleistung im Landschaftsbau wird als Nebenleistung betrachtet, weshalb eine rationelle, idealerweise elektronische Abwicklung von Beginn an angestrebt wird. Der 6. Veitshöchheimer GaLaBau-Herbst widmete sich daher dem Thema EDV und Vermessung.

Für die über achtzig Teilnehmer stand die Darstellung des Zusammenhangs zwischen Voraufmaß und Endaufmaß für die Schlussrechnung im Mittelpunkt. Landschaftsgärtner wenden täglich geometrische Grundsätze an und müssen auf wechselnden Baustellen Probleme lösen. Dazu gehören die Anwendung des Satzes des Pythagoras, Strecken- und Winkelmessung, lotrechtes oder waagerechtes Einmessen von Konstruktionen, Flächenzerlegung und der Umgang mit dem Planmaßstab.

Helmut Rausch, Lehrkraft, teilte seine Erfahrungen aus dem Unterricht mit angehenden Meistern und Technikern des Garten- und Landschaftsbaus. Er betonte die Notwendigkeit präziser Geometrie, auch wenn die theoretischen Kenntnisse in praktischen Vermessungsübungen in immer weniger Schulstunden vermittelt werden müssen.

Hans Hauf, ein ehemaliger Veitshöchheimer und GaLaBau-Unternehmer, berichtete über seine Investition in eine Totalstation direkt nach der Meisterschule. Er beschrieb, wie er diese bereits bei der ersten Ortsbegehung eines Hausgartens einsetzt. Daraus ergeben sich drei Vorteile:

  • Die Handhabung ist nach einer Einführung unkompliziert.
  • Das professionelle Auftreten beeindruckt den Kunden nachhaltig.
  • Die präzise erfassten Messwerte bewähren sich von der Entwurfsplanung bis zum Endaufmaß.

Hauf appellierte an die jungen Teilnehmer, sich dieses Verfahrens anzunehmen. Er hob den Bedarf des Berufsstandes an aufgeschlossenen jungen Mitarbeitern hervor, die mit neuen Werkzeugen umgehen können, um Verfahrensabläufe zu verbessern und die Effizienz zu steigern.

Eine verbesserte Balance zwischen Kunden- und Kostenorientierung ist das Ziel. Privatkunden erwarten attraktive Angebote, und GaLaBau-Fachbetriebe müssen effektive Strategien zur Gestaltung betrieblicher Abläufe entwickeln. Die Angebotserfassung sowie Kosten- und Leistungsrechnung stellen einen sensiblen Punkt zwischen Kosten- und Leistungsrechnung und Vergütung dar.

Um das Interesse der Studierenden in Veitshöchheim zu wecken, präsentierten Softwarehäuser wie Dataflor (auch mit Totalstation), KS 21 und Rita Bosse ihre Programme. Die bewusste Konzentration auf wenige Anbieter sollte Referenten und Teilnehmern mehr Zeit für den Austausch ermöglichen.

Es wurden nur wenige Positionen kalkuliert und besprochen. Ein Bauauftrag ist komplex und erfordert eine Vernetzung mit Themen wie Arbeitsvorbereitung, Nachtragsmanagement und Abrechnung. Die Softwarevertreter erhielten die Aufgabe, fünf Positionen aus dem Freiflächengestaltungsplan einer Neubaumaßnahme der LWG zu kalkulieren. Die Studierenden konnten vergleichen, wie Andreas Hendrischke (Rita Bosse), Dirk Springer und Thomas Döhler (beide Dataflor) sowie Marco Herold und Oliver Räpple (beide KS 21) ihre Programme einsetzten.

Dabei wurde deutlich, dass nur ein bedienerfreundliches Programm auch kundenfreundlich ist. Ein geschickter Anwender nutzt vorhandene Ressourcen und optimiert seine Arbeit. Wer diese Fähigkeit beherrscht, vermeidet Doppelarbeit und steigert Geschwindigkeit sowie Genauigkeit. Dies führt zu einer Verbesserung des Baustellenergebnisses, wenn Abläufe vom Aufmaß bis zur Planung und von der Abwicklung bis zur Abrechnung nahtlos erfolgen. Zudem wird der Betrieb dadurch gerne weiterempfohlen.

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