8. Qualitätsseminar der FLL-Gehölzabnahmeberater

Aus- und Weiterbildung

Das 8. Qualitätsseminar für FLL-Gehölzabnahmeberater konzentrierte sich auf Koniferen und Immergrüne. Die Fortbildung umfasste Vorträge zu Qualitätsanforderungen, praktische Anwendungen und Betriebsbesichtigungen, um die Kenntnisse der Teilnehmer zu vertiefen.

Qualitätsanforderungen und praktische Anwendung im Fokus

Am ersten Veranstaltungstag trafen sich die Teilnehmer im Kompetenzzentrum Baumschule & Acerca der LWK Niedersachsen am Standort Rostrup. Frau Dr. Michaelis, Leiterin der Einrichtung, informierte über den Aufbau und die Aufgaben des Zentrums.

Anschließend präsentierten Herr Behrens vom BdB-Landesverband Weser-Ems und Herr Lüttmann von der LWK Niedersachsen einen gemeinsamen Vortrag. Sie beleuchteten die wesentlichen Qualitätsanforderungen an Koniferen und Immergrüne, insbesondere an Rhododendren, gemäß den FLL-Gütebestimmungen für Baumschulpflanzen. Zudem wurden die daraus resultierenden Prüfungen bei der Abnahme auf der Baustelle sowie ergänzende Maßnahmen bis zur korrekten Pflanzung thematisiert.

Im praktischen Teil des Seminars wurden die Vortragsinhalte angewendet. Herr Dijk-Steffens vom BdB-Präsidium hatte mit Unterstützung der Baumschule Uwe Behrens eine Auswahl von 25 Nadelgehölzen, Koniferen und immergrünen Laubgehölzen vorbereitet. Diese Pflanzen wiesen eine Vielzahl unterschiedlicher Fehler und Mängel auf. Die Teilnehmer beurteilten zunächst einzeln die Qualitätsübereinstimmungen oder -abweichungen zu den Lieferscheinangaben. Anschließend wurden die Ergebnisse in einer gemeinsamen Diskussionsrunde anhand der konkreten Beispiele vertieft.

Ein zentraler Punkt der Diskussion war die Frage, welche Konsequenzen den potenziellen Auftraggebern seitens der Berater bei Abweichungen zu empfehlen wären. Die Empfehlungen reichten von der Abnahmeverweigerung oder Rücksendung bei gravierenden Mängeln über Preisnachlässe bei geringeren Lieferqualitäten bis hin zur Abnahme einzelner Pflanzen mit leichten Mängeln bei größeren Positionen.

Betriebsbesichtigungen zur Vertiefung der Kenntnisse

Am zweiten Veranstaltungstag besichtigten die Gehölzabnahmeberater zunächst die Baumschule Uwe Behrens. Der Betrieb ist auf rund 20 Hektar auf die Produktion von Rhododendren spezialisiert, kultiviert aber auch andere Koniferen, Azaleen und Laubgehölze im Container und Freiland, teilweise durch eigene Veredelung.

Danach wurden die Produktionsflächen der Baumschule Hajo Hinrichs besucht. Dieser Betrieb kultiviert auf 25 Hektar Freiland vornehmlich Immergrüne und Koniferen sowie auf 15 Hektar Containerfläche Blüten- und Ziersträucher in nachhaltiger Betriebsweise. Während der Betriebsbesichtigungen erläuterten die jeweiligen Inhaber die Qualitätsanforderungen des Vortages an weiteren Beispielen und beantworteten Rückfragen.

FLL-Fachreferent Michael Fuchs bedankte sich abschließend bei den Vertretern der Baumschulwirtschaft und der Landwirtschaftskammer für ihre Unterstützung bei der Organisation und Durchführung der Fortbildungsveranstaltung. Diese habe wesentlich zur Auffrischung und Vertiefung der Kenntnisse der Abnahmeberater beigetragen.

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