Neupflanzung setzt auf klimaresiliente, heimische Baumarten und Vielfalt
Nach umfangreichen Baumfällungen infolge des Eschentriebsterbens setzt die Stadtgemeinde Tulln gemeinsam mit der Initiative „Natur im Garten“ und der GARTEN TULLN ein klares Zeichen für nachhaltige Grünraumentwicklung. Im Wasserpark Tulln wurde mit der Pflanzung der „Allee der Zukunft“ begonnen. Rund 40 heimische Bäume sollen künftig die Zufahrt zur Erlebniswelt prägen und gleichzeitig zur ökologischen Aufwertung des Areals beitragen.
Bereits im Vorjahr mussten aus Sicherheitsgründen etwa 4.000 Eschen im Wasserpark entfernt werden. Der Pilzbefall hatte die Bäume stark geschädigt und machte großflächige Rodungen unumgänglich. Die entstandenen Freiflächen eröffnen nun neue Möglichkeiten für eine nachhaltige und klimaangepasste Gestaltung öffentlicher Grünräume.
Abkehr von Monokulturen als Chance
Die Neupflanzung folgt einem klaren Ziel: weg von anfälligen Monokulturen hin zu stabilen, artenreichen Beständen. Damit reagiert die Stadt nicht nur auf die Schäden der Vergangenheit, sondern stellt die Weichen für eine widerstandsfähige Zukunft des Wasserparks.
„Die Eingriffe im Vorjahr waren aus Sicherheitsgründen unumgänglich. Nun wollen wir den Tullnerinnen und Tullnern, aber auch den erholungssuchenden Gästen so rasch wie möglich eine attraktive Erholungszone bieten“
Die Auswirkungen des Eschentriebsterbens waren erheblich – sowohl finanziell als auch landschaftlich. Der Verlust prägte das Erscheinungsbild des Parks deutlich und machte eine umfassende Neugestaltung erforderlich.
Standortgerechte Baumarten im Fokus
Die Auswahl der neuen Alleebäume basiert auf fachlicher Planung durch die Expertinnen und Experten von „Natur im Garten“. Ziel ist eine standortgerechte Bepflanzung mit hoher ökologischer Wertigkeit und langfristiger Klimarobustheit.
„Das Ziel der Aktion ‚Natur im Garten‘ ist die ökologische Pflege und die Förderung der Vielfalt in privaten und öffentlichen Grünräumen. DIE GARTEN TULLN, die ‚Natur im Garten‘ Erlebniswelt, verkörpert genau diese Vielfalt“
Zum Einsatz kommen ausschließlich heimische Baumarten, die sich durch ihre Anpassungsfähigkeit und Widerstandskraft auszeichnen. Dazu zählen unter anderem:
- Linde
- Ahorn
- Erle
- Ulme
- Mehlbeere
Diese Arten gelten als besonders geeignet im Hinblick auf den Klimawandel und tragen zur Stabilisierung des lokalen Ökosystems bei.
Bedeutung für Praxis und Privatgärten
Die Maßnahmen im Wasserpark haben auch Signalwirkung für den privaten Garten- und Landschaftsbau. Der Fokus auf heimische, widerstandsfähige Pflanzen lässt sich direkt auf kleinere Flächen übertragen und bietet praktische Orientierung für nachhaltige Pflanzkonzepte.
„Einheimische Pflanzen und Bäume sind resistenter gegenüber Krankheiten. Nur ein gesundes, artenreiches Ökosystem ist robust und gegenüber einem flächendeckenden Befall gewappnet. Dieser Umstand besitzt nicht nur für große Flächen, wie hier im Wasserpark, sondern auch in Privatgärten seine Gültigkeit.“
Mit der neuen „Allee der Zukunft“ entsteht im Wasserpark Tulln ein Beispiel dafür, wie durch gezielte Pflanzstrategien resiliente Grünräume geschaffen werden können. Die enge Zusammenarbeit zwischen Kommune, Fachinitiative und Erlebnisgarten zeigt, wie sich ökologische Anforderungen und gestalterische Ansprüche erfolgreich verbinden lassen.
