Effizienz und Schlagkraft im Winterdienst – Kosten senken
Im saisonalen Räum- und Streugeschäft sind Effizienz und Schlagkraft entscheidend für die Wirtschaftlichkeit. Etwa 40 Prozent der Winterdienstkosten entfallen auf Streustoffe wie Salz, Splitt oder Granulat. Eine gründliche mechanische Vorarbeit mit moderner Technik kann diese Kosten senken.
Durch den kombinierten Einsatz von Pflug und Kehrwalze lassen sich Streustoffeinsparungen von bis zu 40 Prozent erzielen. Je konsequenter Schnee und Eis mechanisch entfernt werden, desto geringer ist der Bedarf an chemisch-physikalischer Nacharbeit. Dies reduziert Materialkosten und schont Ressourcen.
Für verschiedene Einsatzbereiche stehen optimierte Räumsysteme zur Verfügung. Dazu gehören Schneepflüge für die Links- und Rechtsräumung auf Straßen und Gehwegen, Keilpflüge für schmale Wirtschaftswege sowie Kombipflüge für wechselnde Bedingungen. Mechanische oder hydraulische Pflugentlastungen reduzieren Räumgeräusche und minimieren den Verschleiß. Für höhere Räumgeschwindigkeiten sind Schneeräumschilder erhältlich, die Eigenschaften klassischer Umklapp- und Federschilder vereinen. Bei extremen Witterungsverhältnissen bleiben Fräsen und Schleudern die bevorzugte Wahl.
Elektronische Steuerungen und Streustoffeinsparung
In der Streutechnik setzt sich der Trend zu elektronischen Steuerungen fort. Moderne Regelelektronik erhöht die Leistungsfähigkeit und ermöglicht eine präzisere Ausbringung. Neben der exakten Dosierung gewinnen GPS-gestützte Systeme zur Streudatenerfassung an Bedeutung.
CAN-Bus-Systeme dominieren im Bereich der Datenübertragung. Sie ermöglichen mit zwei Datenleitungen komplexe Steuerungen und umfassende Betriebsdatenerfassungen, was Betrieben mehr Transparenz und Dokumentationssicherheit bietet. Für die Investitionsentscheidung ist die gleichmäßige Verteilung des Streuguts entscheidend. Zur Querförderung zum Streuschacht werden häufig Schnecken eingesetzt. Bandstreuer haben sich ebenfalls bewährt, da sie auch bei wechselnden Materialien eine konstante Ausbringung gewährleisten.
Flexible Aufsatzlösungen und Feuchtsalztechnik
Bei größeren Streuern sind integrierte Kommunalhydraulikanlagen als Antrieb weit verbreitet. Kompakte, elektrisch betriebene Salzstreuer für Pritschenfahrzeuge, die über das 12-Volt-Bordnetz versorgt werden, gewinnen an Bedeutung. Sie bieten flexible Einsatzmöglichkeiten, insbesondere für kleinere Flächen.
Große Aufsatzstreumaschinen, die im Straßenwinterdienst eingesetzt werden, lassen sich über Abroll- oder Absetzsysteme schnell umrüsten. Dies ermöglicht die ganzjährige Nutzung von Trägerfahrzeugen mit anderen Geräten außerhalb der Wintersaison.
Die Feuchtsalztechnik hat deutlich an Bedeutung gewonnen und ermöglicht Salzeinsparungen von bis zu 50 Prozent. Reine Solesprüher stellen einen weiteren Entwicklungsschritt dar, die vor allem auf Gehwegen eingesetzt werden und eine optimierte Bindung von Feinstäuben ermöglichen.
