Mehr als 60 Unternehmen aus Deutschland und Europa präsentieren vom 26. bis 28. Juni in Eisenach auf der demopark + demogolf ihre Neuheiten für den professionellen Winterdienst. Europas größte Freilandausstellung für den Maschineneinsatz im Garten- & Landschaftsbau und im Kommunalbereich zeigt eine außergewöhnliche Bandbreite an Techniklösungen. Nirgendwo sonst werden so viele Schlepper, Kommunaltransporter, Streuer und Räumschilder unter realen Einsatzbedingungen vorgeführt.
Effizienz und Schlagkraft gefragt
Im saisonalen Räum- und Streugeschäft entscheiden Effizienz und Schlagkraft über die Wirtschaftlichkeit. Rund 40 Prozent der Winterdienstkosten entfallen auf Streustoffe wie Salz, Splitt oder Granulat. Eine gründliche mechanische Vorarbeit mit moderner Technik ist daher ein zentraler Hebel zur Kostensenkung.
Wer Pflug und Kehrwalze kombiniert einsetzt, kann Streustoffeinsparungen von bis zu 40 Prozent erzielen. Je konsequenter Schnee und Eis mechanisch entfernt werden, desto geringer ist der chemisch-physikalische Nacharbeitsbedarf. Das reduziert Materialkosten und schont zugleich Ressourcen.
Für unterschiedliche Einsatzbereiche stehen optimierte Räumsysteme bereit. Schneepflüge für die Links- und Rechtsräumung auf Straßen und Gehwegen, Keilpflüge für schmale Wirtschaftswege sowie Kombipflüge für wechselnde Bedingungen decken ein breites Spektrum ab. Mechanische oder hydraulische Pflugentlastungen verringern Räumgeräusche und minimieren den Verschleiß.
Für höhere Räumgeschwindigkeiten sind Schneeräumschilder verfügbar, die Eigenschaften klassischer Umklapp- und Federschilder kombinieren. Bei extremen Witterungsverhältnissen bleiben Fräsen und Schleudern weiterhin die erste Wahl.
Elektronische Steuerungen steigern Performance
In der Streutechnik setzt sich der Trend zu elektronischen Steuerungen deutlich fort. Moderne Regelelektronik erhöht die Leistungsfähigkeit und ermöglicht eine präzisere Ausbringung. Neben der exakten Dosierung gewinnen GPS-gestützte Systeme zur Streudatenerfassung zunehmend an Bedeutung.
Im Bereich der Datenübertragung dominieren CAN-Bus-Systeme. Mit nur zwei Datenleitungen lassen sich komplexe Steuerungen und umfassende Betriebsdatenerfassungen realisieren. Für Betriebe bedeutet das mehr Transparenz und Dokumentationssicherheit.
Entscheidend für die Investitionsentscheidung bleibt die gleichmäßige Verteilung des Streuguts. Zur Querförderung zum Streuschacht kommen häufig Schnecken zum Einsatz. Bewährt haben sich zudem Bandstreuer, die auch bei wechselnden Materialien eine konstante Ausbringung sicherstellen.
Flexible Aufsatzlösungen und Feuchtsalztechnik
Bei größeren Streuern sind integrierte Kommunalhydraulikanlagen als Antrieb weit verbreitet. Gleichzeitig gewinnen kompakte, elektrisch betriebene Salzstreuer für Pritschenfahrzeuge an Bedeutung, die über das 12-Volt-Bordnetz versorgt werden. Sie bieten flexible Einsatzmöglichkeiten insbesondere für kleinere Flächen.
Große Aufsatzstreumaschinen, die im Straßenwinterdienst eine zentrale Rolle spielen, lassen sich über Abroll- oder Absetzsysteme schnell umrüsten. Dadurch können Trägerfahrzeuge außerhalb der Wintersaison mit anderen Geräten bestückt und wirtschaftlich ganzjährig genutzt werden.
Deutlich an Bedeutung gewonnen hat die Feuchtsalztechnik. Mit ihr lassen sich Salzeinsparungen von bis zu 50 Prozent realisieren. Einen weiteren Entwicklungsschritt stellen reine Solesprüher dar, die vor allem auf Gehwegen eingesetzt werden und eine optimierte Bindung von Feinstäuben ermöglichen.
