Förderung für klimafreundlichen Bergsport in den bayerischen Alpen
Die bayerischen Alpen stellen ein wichtiges Tourismusziel dar. Ein nachhaltiger und naturschonender Umgang mit diesem sensiblen Ökosystem ist entscheidend für dessen Erhalt. Dies betonte der bayerische Umweltminister Dr. Marcel Huber anlässlich der Übergabe eines Förderschecks für das Projekt „Klimafreundlicher Bergsport“ an den Deutschen Alpenverein e.V. (DAV) auf der Blaueishütte im Nationalpark Berchtesgaden.
Bergfreunde sollen die bayerischen Alpen als Erholungsraum und Naturerlebnis nutzen können. Im Mittelpunkt muss dabei stehen, diesen Naturschatz nicht zu gefährden. Der Deutsche Alpenverein zeigt, wie die Menschen für einen nachhaltigen Ökotourismus begeistert werden können und wie wichtig Klimaschutz gerade in den Alpen ist.
Das bis 2016 geplante Projekt zielt darauf ab, die Emission klimaschädlicher Treibhausgase beim Bergsport zu reduzieren. Hierzu soll unter anderem die Infrastruktur des DAV optimiert werden, beispielsweise durch die energetische Sanierung von Hütten.
Ein weiterer Schwerpunkt des Projekts ist die Sensibilisierung von Mitgliedern und weiteren Bergsportlern für Natur- und Umweltschutz. Durch Wanderausstellungen, Workshops und Tagungen möchte der DAV aufzeigen, dass jeder Einzelne einen Beitrag zum Klimaschutz in den Alpen leisten kann. Bereits bei der Anreise lassen sich unnötige CO2-Emissionen vermeiden.
Tourismus und Klimaschutz sind kein Widerspruch. Bergsport lebt von der Liebe zur Natur. Ein bewusster Umgang mit unserer einmaligen Bergheimat muss eine Selbstverständlichkeit sein.
Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 520.000 Euro. Die Förderung durch das Bayerische Umweltministerium beträgt knapp 200.000 Euro und erfolgt im Rahmen der Bayerischen Klima-Allianz, der der DAV 2011 beigetreten ist. Der Betrag wird aus Mitteln des „Klimaprogramms Bayern 2020“ finanziert.
Seit 2008 stellte das Bayerische Umweltministerium dem DAV Fördermittel in Höhe von über 880.000 Euro zur Verfügung. Diese Mittel dienten der umweltgerechten Versorgung der Hütten mit Trinkwasser und regenerativer Energie, der umweltgerechten Abwasserentsorgung sowie der Instandhaltung von Wanderwegen.
Die Alpen sind ein wesentlicher Bestandteil der bayerischen Landeskultur und Identität sowie eines der wichtigsten touristischen Zielgebiete. Gleichzeitig stellen sie einen einzigartigen Naturraum dar und beherbergen zahlreiche Ökosysteme von großer Bedeutung für die biologische Vielfalt.
Auf rund 16 Prozent der Landesfläche Bayerns kommen rund 80 Prozent aller bayerischen Tier- und Pflanzenarten vor. Schätzungsweise 10 Prozent der in den Alpen vorkommenden Arten kommen weltweit nur dort vor.
Darüber hinaus sind die Alpen das wichtigste Trinkwasserreservoir Europas. Der Schutz der Alpen ist daher ein zentrales Anliegen der Bayerischen Staatsregierung. Das Bayerische Umweltministerium entwickelt seine Alpenpolitik mit dem ÖKOPLAN ALPEN 2020 weiter. Dieser Plan dient als dynamischer und strategischer Orientierungsrahmen, der aktuelle Bedürfnisse und Handlungserfordernisse vor Ort aufgreift, Antworten auf europäische Herausforderungen gibt und das Leitbild der Nachhaltigkeit konkretisiert.