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HafenSchulGarten in Bremen eröffnet

In der Bremer Überseestadt wurde der HafenSchulGarten offiziell eröffnet. Auf 1.000 Quadratmetern können Grundschul- und Kindergruppen Nutzpflanzen kultivieren. Das Projekt fördert die soziokulturelle Entwicklung und den Bezug zur Natur.

Ein grüner Lernort für Kinder in der Überseestadt

In der Bremer Überseestadt wurde der HafenSchulGarten offiziell eröffnet. Auf einem rund 1.000 Quadratmeter großen Areal nahe des Großmarktes erhalten Grundschul- und Kindergruppen die Möglichkeit, sich mit Nutzpflanzen zu beschäftigen und aktiv an deren Kultivierung mitzuwirken.

Verantwortlich für das Projekt ist der Verein „HafenSchulGarten e.V.“. Der Verein pachtet die Fläche, die zuvor brach lag, für drei Jahre von der Bremer Investitions-Gesellschaft mbH (BIG) zu einem symbolischen Preis. Das Vorhaben wird als Modellprojekt betrachtet. Obwohl es in Bremen bereits Initiativen gibt, die Kindern den Umgang mit Nutzpflanzen näherbringen, liegt die Besonderheit des HafenSchulGartens in seiner Funktion als „Grüner Trittstein“ für die soziokulturelle Entwicklung der Überseestadt.

Die Menschen setzen sich durch den Garten automatisch mit dem Raum auseinander und wir sind überzeugt davon, dass so ein Umdeutungsprozess hin zu einem lebendigen Ort – der die Überseestadt ja zweifelsohne ist – gefördert wird.

Der HafenSchulGarten stellt den ersten speziell für Kinder konzipierten Raum in der Überseestadt dar. Sebastian Tischendorf, ehrenamtliches Vorstandsmitglied des Vereins, betont, dass viele Kinder den Bezug zu verschiedenen Obst- und Gemüsesorten verloren haben. Ziel ist es, diesen Bezug wiederherzustellen. Insbesondere Kinder und Grundschulklassen aus den angrenzenden Stadtteilen Walle und Gröpelingen sind eingeladen, im HafenSchulGarten die Bedeutung des Sprichworts „Du erntest, was du säst“ praktisch zu erfahren.

Unser Konzept sieht es vor, dass der HafenSchulGarten die Stadtteile im Bremer Westen und das neu entstehende Quartier im alten Hafengebiet weiter zusammenwachsen. Außerdem wird die Überseestadt durch den Garten wieder ein Stück lebendiger.

Dr. Dieter Russ, Geschäftsführer der BIG, begrüßt das Projekt:

Der HafenSchulGarten ist ein tolles Projekt, das die Überseestadt bereichert. Wir stellen den Schulkindern die Fläche gern zur botanischen Zwischennutzung zur Verfügung.

Neben der Aussaat, Pflege und Ernte von Nutzpflanzen lernen die Kinder Wissenswertes über den Naturhaushalt und die biologische Vielfalt. Dies geschieht inmitten der Stadt, umgeben von Industriedenkmälern und neuen Gebäuden. Finanzielle Unterstützung erhält der HafenSchulGarten vom Ortsamt West, der Stiftung Wohnliche Stadt und der Zwischennutzungsagentur „landlotsen“.

Die Bremer Überseestadt im Wandel

Die Bremer Überseestadt ist mit einer Fläche von knapp 300 Hektar eines der größten städtebaulichen Projekte in Europa. Das ehemalige Hafenrevier entwickelt sich zu einem modernen Standort, der Dienstleistung, Bürobetriebe, Hafenwirtschaft, Logistik, Freizeit, Wohnen und Kultur miteinander verbindet. Die Bremer Investitions-Gesellschaft mbH (BIG) ist im Auftrag der Freien Hansestadt Bremen für die Entwicklung, Erschließung und Vermarktung der Überseestadt zuständig.

27.04.2009

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