Kreditwürdigkeit im GaLaBau: So entschlüsseln Sie Ihr Banken-Rating

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Die Kreditwürdigkeit ist entscheidend für die Verhandlung von Kreditlinien. Unternehmen können ihr Banken-Rating entschlüsseln und so fundierter agieren. Die Offenlegung des Ratings ist durch eine Selbstverpflichtung der Kreditwirtschaft geregelt.

Transparenz bei der Kreditwürdigkeit: Die Rolle der Banken

Die Verhandlung über Kreditlinien mit Banken und Sparkassen stellt für viele Unternehmen eine Herausforderung dar. Ein zentraler Faktor in diesen Gesprächen ist das sogenannte Rating des Kunden, dessen Details oft intransparent bleiben.

Unternehmen, die ihre eigene Kreditwürdigkeit kennen, können Verhandlungen fundierter führen. Die Hannoveraner Unternehmensberatung Becker von Buch weist darauf hin, dass Kreditinstitute zur Offenlegung des Ratings verpflichtet sind. Grundlage hierfür ist die „Selbstverpflichtung der deutschen Kreditwirtschaft zur Rating-Kommunikation“, die von der „Initiative Finanzstandort Deutschland“ (IFD) verabschiedet wurde und für alle deutschen Kreditinstitute gilt.

Die IFD-Mitglieder haben sich auf eine sechsstufige Ratingskala verständigt. Sie verpflichten sich, dem Kunden gegenüber ihre jeweilige Ratingentscheidung offenzulegen und auf diese IFD-Skala zu übersetzen.

Die Skala reicht von 1 bis 6. Ein Rating von 1 kennzeichnet ein Unternehmen mit sehr guter bis guter Bonität und einem Insolvenzrisiko von bis zu 0,3 Prozent. Bei einer Note von 3 spricht das Institut von einem Unternehmen mit befriedigender beziehungsweise noch guter Bonität und einem Risiko von 0,7 bis 1,5 Prozent. Unternehmer mit einem 6er-Rating sehen sich hingegen mit einem sehr hohen Risiko und einer Kreditausfallwahrscheinlichkeit ab 8 Prozent konfrontiert.

Offene Kommunikation und Rating-Verbesserung

Sollte die Bank das Rating offenlegen, empfiehlt Johannes Ulrich Becker von Buch, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens, sich die Bewertungsgrundlagen erläutern zu lassen. Dies offenbare in der Regel die Stärken und Schwächen des Unternehmens, die zukünftig gezielt verbessert werden können, um das Rating zu optimieren.

Ein fortlaufend aktualisierter Business-Plan kann dabei hilfreich sein. Die Bank sollte regelmäßig über den monatlichen Stand und geschäftliche Entwicklungen informiert werden.

Einflussfaktoren auf das Rating

Neben den reinen Finanzkennzahlen spielen auch sogenannte „weiche“ Faktoren eine zunehmend wichtige Rolle. Dazu gehören die Marktposition, die Führungsmannschaft und die Nachfolgeregelung. Bestimmte Verhaltensweisen sollten vermieden werden, da sie zu einer schlechteren Rating-Note führen können.

Dazu zählen rückläufige Geldeingänge, die Überschreitung der vereinbarten Kreditlinie an mehr als 90 Tagen innerhalb eines Jahres, nicht ausgeführte Überweisungen, Lastschrift- oder Scheck-Rückgaben mangels Deckung oder Pfändungsbeschlüsse für das Konto.

Banken reagieren auf solche Warnsignale sensibel. Ein erhöhtes Misstrauen kann nicht nur die Kreditbereitschaft reduzieren, sondern auch die gesamte Geschäftsbeziehung in Frage stellen.

Weitere Informationen:

Becker von Buch Unternehmensberatung GmbH

Maschstraße 7
30169 Hannover
Deutschland

Tel.: +49 (511) 988440
Fax: +49 (511) 9884499

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