Wiedenmann: Ein halbes Jahrhundert voller Innovationen
Vor einem halben Jahrhundert präsentierte Georg Wiedenmann in Rammingen bei Ulm eine neuartige Rasenkehrmaschine. Diese Innovation revolutionierte die Grasaufnahme und legte den Grundstein für die heutige Wiedenmann GmbH. Das Unternehmen zählt mit über 120 professionellen Maschinentypen für Rasenpflege, Schmutzbeseitigung und Winterdienst zu den weltweit führenden Anbietern.
Kundenorientierte Entwicklung und Produktvielfalt
Das von Jürgen, Horst und Uwe Wiedenmann geführte Unternehmen legt den Fokus auf Innovation. Horst Wiedenmann, Technik-Chef, betont die Bedeutung des Kundennutzens und das Ziel, Mehrwert zu schaffen. Zahlreiche Patente, Auszeichnungen und Rekorde belegen diesen Anspruch. Ein Beispiel hierfür sind die 1992 eingeführten TerraSpike-Maschinen, die sich durch hohe Flächenleistungen, saubere Arbeitsergebnisse und einfache Handhabung auszeichnen.
Bei der Entwicklung wird auch der Benutzer berücksichtigt, beispielsweise durch Systeme zur Reduzierung von Vibrationen, die gleichzeitig den Verschleiß minimieren. Die Maschinen werden primär als Anbaugeräte für Kompakttraktoren oder leichte Nutzfahrzeuge eingesetzt, zunehmend aber auch als gezogene oder selbstfahrende Geräte. Zu den Abnehmern zählen Kommunen, Lohnunternehmen, Betreiber von Freizeitanlagen und Sportvereine.
Spezialisierung auf Rasenpflege und Winterdienst
Ein Schwerpunkt des Unternehmens ist die Pflege von Natur- und Kunstrasen, wobei Wiedenmann alle gängigen Arbeitsaufgaben abdeckt. Innovationen wie der Core Recycler zur Säuberung aerifizierter Rasenflächen bieten Lösungen für bisher ungelöste Probleme. Ein weiterer Trend, den das Unternehmen mitbegründet hat, sind Kombi-Maschinen. Diese Universalgeräte, beispielsweise für die Gehwegreinigung, können mehrere Aufgaben übernehmen und somit Einzelmaschinen ganzjährig ersetzen.
Im Bereich Winterdienst gehört der Hersteller mit seinen Schneeschilden und Streuern zu den technisch fortschrittlichsten der Branche. Wiedenmann beschäftigt rund 240 Mitarbeiter am Stammsitz in Schwaben sowie im ungarischen Beled. Etwa drei Viertel der Produktion sind für den Export bestimmt, darunter nach Europa, USA, Asien, Australien und Neuseeland. Beratung und Vertrieb erfolgen direkt oder über Handelspartner; allein in Deutschland gibt es über 350 Standorte.
