Fokus auf Elektrifizierung und Unfallverhütung
Der Arbeitskreis Hochvolt/Elektrifizierung des LandBauTechnik-Bundesverbands e.V. (LBT) traf sich kürzlich in der Wacker Neuson Academy in Reichertshofen. Im Fokus standen die Weiterentwicklung und Elektrifizierung von Land- und Baumaschinen, Motorgeräten sowie Flurförderzeugen. Ein zentrales Thema war die Sicherstellung der gesetzlich vorgeschriebenen Unfallverhütung.
Der Arbeitskreis setzt sich aus Sachkundigen und Partnern der Berufsbildung zusammen, die Fachkenntnisse aus Verbänden, Herstellern, Handwerkskammern, Bildungsträgern und Sachverständigen einbringen. Zu den Teilnehmern gehörten Mitglieder des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) sowie Vertreter von John Deere, Zeppelin, JCB, Wacker Neuson und der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade.
Der Arbeitskreis ist ein Gremium von Sachkundigen und Partnern aus den verschiedenen Bereichen der Berufsbildung mit fachlichem Hintergrund aus Verbänden, Herstellern, Handwerkskammern, Bildungsträgern und Sachverständigen.
Fortbildung zur Fachkundigen Person Hochvolt
Ein wesentlicher Punkt der Tagesordnung waren zukunftsgerichtete Themen wie die Fort- und Weiterentwicklung der Maschinentechnik und Innovationen. Die Treffen dienen dazu, die Fortbildung zur Fachkundigen Person Hochvolt stets auf dem aktuellen Stand zu halten.
Damit die Fortbildung zur ‚Fachkundigen Person Hochvolt‘ stets den aktuellsten Stand abbildet, sind diese Treffen von immenser Bedeutung. Wichtig ist dabei auch, dass viele engagierte Partner aus allen Bereichen der Branche teilnehmen.
Diskutiert wurden zudem die Reichweite der DGUV 209-03 und die Abgrenzung zur Elektrofachkraft. Aktuell bieten 22 Bildungsträger bundesweit die Fortbildung zur Fachkundigen Person Hochvolt an; fünf weitere haben die Anerkennung beim Bundesverband LandBau-Technik e.V. beantragt.
Gesetzliche Vorgaben und Branchenstandard
Unternehmer, die mit Hochvolt-Systemen in Werkstätten oder auf dem Markt arbeiten, sind gesetzlich verpflichtet, die Arbeit sicher und gemäß den Vorgaben der Unfallverhütung durchzuführen. Die Leitung, Aufsicht und Ausführung dieser Aufgaben kann schriftlich an fachkundige Personen übertragen werden. Daher benötigen Servicewerkstätten qualifizierte Fachkundige Personen Hochvolt, entsprechend der Richtlinie der DGUV (DGUV Information 209-093).
Der LBT hat in Abstimmung mit den Berufsgenossenschaften und dem VDMA eine fachliche Richtlinie, ein Seminarkonzept für Arbeiten an Fahrzeugen mit Hochvoltsystemen sowie eine Prüfungsordnung erarbeitet. Dieser gemeinsame Branchenstandard für das Land- und Baumaschinenmechatroniker Handwerk wird im Arbeitskreis kontinuierlich weiterentwickelt und an neue Standards angepasst. Bereits mehrere hundert Teilnehmer aus den Servicebereichen von Händlern und Herstellern wurden geschult und geprüft. Sie können von Unternehmen als Fachkundige Person Hochvolt delegiert werden, um den Arbeitssicherheitsvorkehrungen zu entsprechen.
