Herausforderungen für den Ökomarkt in Bayern
Der geringere Preisabstand zwischen konventionellen und biologisch erzeugten Produkten, fehlende Planungssicherheit in der Agrarpolitik des Bundes sowie gestiegene Kosten für Energie und Futtermittel haben viele Landwirte verunsichert und die Umstellungsbereitschaft gedämpft. Zusätzlich wirkt sich das inflationsbedingt verminderte Budget der Verbraucher auf den Ökomarkt aus.
Viele müssen bei den überall gestiegenen Kosten mehr rechnen und überlegen sich genauer, was sie in den Einkaufskorb legen.
Trotz dieser Entwicklungen liegen die Umsätze mit Bio-Lebensmitteln weiterhin über dem Niveau von 2019.
Langfristige Ziele und Fördermaßnahmen für den Ökolandbau
Obwohl der Anteil des Ökolandbaus an der gesamten Landwirtschaftsfläche derzeit bei 13 Prozent liegt, hält die Ministerin am Ziel eines Flächenanteils von 30 Prozent bis 2030 fest. Dieses Ziel wurde in Bayern bereits 2019 formuliert.
Wir werden weiterhin alles daransetzen, den Ökolandbau konsequent auszubauen und unterstützen ihn mit der bundesweit besten Förderung.
Das bayerische Landesprogramm BioRegio 2030 verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz. Maßnahmen in den Bereichen Bildung, Beratung, Förderung, Forschung und Vermarktung sollen die gesamte Bio-Wertschöpfungskette stärken. Seit diesem Jahr erhalten Ökobetriebe für die Beibehaltung der ökologischen Wirtschaftsweise eine Förderung von 312 Euro pro Hektar Ackerfläche und 284 Euro pro Hektar Grünland.
Wir gehen mit der Förderung bis an die rechtlich mögliche Obergrenze, damit der Ökolandbau in Bayern auch weiterhin attraktiv bleibt.
Die Ministerin betonte, dass weder der Ökolandbau noch der Konsum von Bio-Produkten staatlich verordnet werden können.
Wir können und wollen weder den Landwirten vorschreiben, wie sie ihren Betrieb bewirtschaften, noch den Verbrauchern, was auf ihren Tisch kommt. Wir können nur optimale Anreize setzen und das Bewusstsein schaffen, die Produktion muss sich aber mit dem Markt zusammen entwickeln.
Die Unterstützung des heimischen Ökolandbaus liegt in der Hand der Verbraucher. Bayerische Bio-Produkte sind am Bayerischen Bio-Siegel erkennbar.
