Vorbildliche Ausbildung im Wirtschaftsraum Regensburg
Der Wirtschaftsraum Regensburg boomt, viele Unternehmen sind auf qualifizierte Fachkräfte angewiesen. Der im eigenen Betrieb ausgebildete Nachwuchs ist deshalb eine zentrale Säule des wirtschaftlichen Erfolgs. Um die Bedeutung der Ausbildung als Zukunftsperspektive für Betriebe und Beschäftigte sichtbar zu machen, initiierte der Landkreis Regensburg 2017 die Initiative „Ausbildung. Geht gut bei uns!“. Seitdem wurden 34 Betriebe mit dem gleichnamigen Qualitätssiegel ausgezeichnet. Als erstes Unternehmen aus dem Garten- und Landschaftsbau (GaLaBau) erhielt in diesem Jahr die Artinger GmbH & Co. KG die Auszeichnung als vorbildlicher Ausbildungsbetrieb.
Breites Leistungsspektrum und starke Ausbildungsbasis
Der 1910 gegründete Traditionsbetrieb bietet ein umfangreiches Dienstleistungsportfolio: von der Planung und Realisierung privater Gärten über den Bau und die Pflege von Außenanlagen für Wohn- und Gewerbeimmobilien bis hin zu öffentlichen Grünanlagen und einem umfassenden Winterdienst. Aktuell beschäftigt das Unternehmen 29 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und bildet zusätzlich zwei Frauen und fünf Männer im Beruf Gärtner der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau aus. Die Ausbildung erfolgt – wie in allen anerkannten Ausbildungsberufen – im dualen System aus Betrieb und Berufsschule, dauert in der Regel drei Jahre und schließt mit der Prüfung zum Landschaftsgärtner ab.
Vielfältige Ausbildungswege bis zum Studium
Neben der klassischen Ausbildung eröffnet Artinger auch akademische Perspektiven. Im Verbundstudium Landschaftsbau & Management (LBM Dual) absolvieren die Studierenden zunächst eine 15-monatige Berufsausbildung im Betrieb, bevor das Bachelorstudium beginnt. Während der Semesterferien und des Praxissemesters sammeln sie weitere Praxiserfahrung im Fachbetrieb. Nach insgesamt 3,5 Jahren Studium mit 24 Monaten praktischer Ausbildung – einschließlich Berufsschule und überbetrieblicher Ausbildung – legen sie die Prüfung zum Landschaftsgärtner ab und schließen anschließend innerhalb weiterer zwei Semester mit dem Bachelor of Engineering ab.
Intensive Betreuung und hohe Übernahmequote
Darüber hinaus nutzen zahlreiche Schülerinnen und Schüler mehrwöchige Praktika, um den Beruf kennenzulernen und bei entsprechender Eignung in die Ausbildung einzusteigen. Ziel ist es, einen umfassenden Einblick in die vielfältigen Tätigkeitsfelder des Landschaftsbaus zu vermitteln. „Wir arbeiten auf Großbaustellen, in Privatgärten, begrünen Dächer, legen Schwimmteiche an und pflegen Außenanlagen. Jeder Tag bietet neue Herausforderungen und Möglichkeiten, den eigenen Erfahrungshorizont zu erweitern“, erklärt Geschäftsführer Karl Artinger.
Die Auszubildenden werden während der gesamten Ausbildungszeit intensiv begleitet. Dazu gehören Zielvereinbarungen, quartalsmäßige Feedbackgespräche, Unterstützung bei schulischen Schwierigkeiten sowie eine enge betriebliche Einbindung durch Team- und Mitarbeiterveranstaltungen. Frühzeitige Verantwortungsübernahme, überbetriebliche Fortbildungen, die Teilnahme an Berufswettkämpfen und gezielte Vorbereitung auf die Abschlussprüfungen fördern zusätzlich Motivation und fachliche Entwicklung. Mit diesem Konzept erreicht Artinger Garten- und Landschaftsbau eine Übernahmequote von durchschnittlich rund 90 Prozent.
