Erfolgreiche Messe für die Industrie der Zukunft
Die diesjährige HANNOVER MESSE schloss mit einem positiven Fazit der Aussteller und der Deutschen Messe AG. Die Weltleitmesse der Industrie zeigte, dass die notwendigen Technologien für eine wettbewerbsfähige und klimaneutrale Industrieproduktion verfügbar sind. Der nächste Schritt besteht in der konsequenten Umsetzung dieser Lösungen.
Künstliche Intelligenz, Wasserstoff, Energiemanagement, vernetzte und intelligente Produktion sowie das neue Datenökosystem Manufacturing-X bildeten die Kernthemen der Messe.
In den Hallen der HANNOVER MESSE herrscht Aufbruchsstimmung. Die hohen Erwartungen der ausstellenden Unternehmen und Besucher*innen wurden übertroffen.
Dies erklärte Dr. Jochen Köckler, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Messe AG, auf der Abschlusspressekonferenz. Über 4.000 Aussteller präsentierten ihre Lösungen für eine digitale, vernetzte und nachhaltige Industrie und empfingen 130.000 Besucher aus aller Welt in Hannover.
Die vergangenen fünf Messetage haben gezeigt: Die Technologien für eine wettbewerbsfähige und klimaneutrale Industrieproduktion sind verfügbar – jetzt brauchen wir Tempo und Entschlossenheit in der Umsetzung.
Köckler betonte zudem, dass Klimaschutz die Industrie als Anbieter und Anwender von CO2-neutralen Produktionstechnologien benötigt. Die HANNOVER MESSE diene als globale Plattform für den Austausch zwischen Industrie, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft.
Technologische Lösungen und internationale Beteiligung
Die technologischen Lösungen für eine klimaneutrale Produktion sind vorhanden. Um die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie und den Wohlstand zu sichern, müssen bürokratische Hemmnisse abgebaut, Chancen gefördert und länderübergreifende Kooperationen geschlossen werden. Der internationale Zuspruch war entsprechend hoch: 43 Prozent der Besucher kamen aus dem Ausland, um sich über die Zukunftsgestaltung ihrer Produktion zu informieren. Die Top-Besucherländer nach Deutschland waren die Niederlande, China, Korea, Polen und die USA.
In den Messehallen war die industrielle Transformation live erlebbar.
Zu sehen waren High-End-Produkte für eine klimaneutrale Produktion, neue Wasserstoff-Technologien, Impulse von Startups für vernetzte Produktionsprozesse, KI-gesteuerte Roboter, Lösungen für effizientes Energiemanagement sowie der Auftakt des Datenökosystems Manufacturing-X, das den industriellen Mittelstand bei digitalen Geschäftsmodellen unterstützen soll.
Fazit der Aussteller und Branchenausblick
Dr. Gunther Kegel, Präsident des ZVEI und Vorsitzender des Ausstellerbeirats der HANNOVER MESSE, fasste die Sicht der ausstellenden Unternehmen zusammen:
Elektrifizierung, Digitalisierung und Automatisierung: Es sind diese drei Trends, die der diesjährigen HANNOVER MESSE den Stempel aufgedrückt haben und die zu Lösungen führen, wie beispielsweise wirkungsvoller Klimaschutz geleistet werden kann.
Das Zusammenspiel dieser Trends zeige, dass die Energiewende auch eine Energieeffizienzwende sein muss. Die Messe bestätigte den Optimismus für die Elektro- und Digitalindustrie und die Prognoseerhöhung auf 1 bis 2 Prozent reales Produktionswachstum für das laufende Jahr. Zuvor war lediglich von einer Seitwärtsbewegung ausgegangen worden.
Thilo Brodtmann, Hauptgeschäftsführer des VDMA, hob hervor:
Klimaschutz und Nachhaltigkeit stehen in der ganzen Welt inzwischen ganz oben auf der Agenda der Industrie. Um die angestrebte Klimaneutralität zu erreichen, braucht es neue, intelligente Technologien und Lösungen für eine ressourcenschonende und effiziente Produktion quer durch alle Lebensbereiche.
Das große Interesse der Kunden an den Lösungen des Maschinen- und Anlagenbaus machte die Messe für diese Branche zu einem Erfolg und einem Zeichen, dass intelligente und vernetzte Produktion die Herausforderungen der Zeit lösen kann.
Politische Präsenz und digitale Reichweite
Köckler betonte den dreifachen Nutzen der HANNOVER MESSE für Aussteller:
Sie treffen auf Besucher*innen aus aller Welt. Sie profitieren vom Geschäft mit den anderen 4 000 Ausstellern und sie haben Zugang zu so vielen politischen Entscheidungsträger*innen und Delegationen, wie sonst auf keiner anderen Messe.
Über 100 politische Delegationen aus mehr als 50 Ländern besuchten die Messe, darunter Bundeskanzler Olaf Scholz mit dem indonesischen Präsidenten Joko Widodo sowie Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck. Die europäische Politik war stärker vertreten als je zuvor. Weitere Delegationen kamen aus Europa, Argentinien, Mexiko, Kanada, Japan, China, den USA und Indien.
Partnerland Indonesien präsentierte sich als attraktiver Standort für Investitionen und Partnerschaften. Neben den 130.000 Besuchern vor Ort nahmen 15.000 registrierte Personen digital an der Veranstaltung teil. Sie verfolgten das Konferenzprogramm, informierten sich über digitale Produktpräsentationen und nahmen an hybriden Besucherführungen teil.
Die nächste HANNOVER MESSE findet vom 22. bis zum 26. April 2024 statt.
