Verbände und Organisationen

Forschungsstrategie für den Gartenbau: Akteure zur Diskussion nach Berlin geladen

Das BMEL hat das Projekt „HortInnova“ initiiert, um eine Forschungsstrategie für den Gartenbau zu entwickeln. Nach Expertenworkshops sind Akteure nun zur Diskussion der Ergebnisse in Berlin eingeladen.

Definition von fünf strategischen Forschungsfeldern

Die Forschungsarbeiten zum HortInnova-Projekt begannen im November 2015 mit einem Themenworkshop. Rund 70 Stakeholder aus gärtnerischen Wertschöpfungsketten identifizierten dabei fünf strategische Forschungsfelder, die für die Zukunftsfähigkeit des deutschen Gartenbaus als entscheidend erachtet werden:

  • Forschungsfeld 1: Gesellschaftliche Anforderungen an den Gartenbau als Grundlage zur Erhöhung der Wertschöpfung des Gartenbausektors
  • Forschungsfeld 2: Innovative Pflanzenschutz- und Züchtungsstrategien für gartenbauliche Produktionssysteme
  • Forschungsfeld 3: Anpassung gartenbaulicher Produktionssysteme an sich ändernde Herausforderungen
  • Forschungsfeld 4: Nachhaltigkeit und Unternehmensführung in gartenbaulichen Wertschöpfungsketten
  • Forschungsfeld 5: Urbaner Gartenbau – Orte der Zukunft für den Gartenbau

Der ZVG unterstützt das Projekt „Forschungsstrategie für Innovationen im Gartenbau – HortInnova“ von Beginn an. Dies geschieht unter anderem im 23-köpfigen Begleitausschuss, in dem Akteure aus den Gartenbauwissenschaften und den gärtnerischen Verbänden vertreten sind, sowie fachlich in den themenorientierten Expertenworkshops.

Potenziale und Wissenstransfer im Fokus

Neben den zu untersuchenden Erwartungen der Gesellschaft an Produkte und Produktionsprozesse im Gartenbau sollen auch die Beiträge des Gartenbaus zum Gemeinwohl der Menschen analysiert werden. Experten sehen Potenziale bei der Suche nach zukunftsweisenden nachhaltigen Produkten, Verfahren und Produktionssystemen, insbesondere in der Entwicklung von Kreislaufsystemen.

Um eine schnelle Umsetzung von Forschungsergebnissen in die Praxis zu gewährleisten, müssen Fragen zum Wissenstransfer und zur Kommunikation bearbeitet werden. Dies schließt alle Aus-, Fort- und Weiterbildungsstufen ein. Das Forscherteam hat nun die Aufgabe, die Ergebnisse zu einer Strategie für künftige gartenbauliche Forschungsaktivitäten zusammenzuführen. Diese Strategie soll die wichtigsten und praxisrelevanten Problembereiche für einen nachhaltigen und wettbewerbsfähigen Gartenbau aufgreifen.

Ergebnisworkshop im April

Die erarbeitete Forschungsstrategie wird auf dem HortInnova-Ergebnisworkshop am 4. und 5. April 2017 in Berlin vorgestellt. Alle Akteure im Gartenbau und den Gartenbauwissenschaften sind eingeladen, die Ergebnisse zu diskutieren. Anmeldeunterlagen werden Mitte Januar 2017 online verfügbar sein.

11.01.2017

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