Positive Entwicklung im Gartenbau: Mehr als 5.000 Neuabschlüsse
Die Attraktivität der grünen Berufe für junge Menschen nimmt weiter zu. Dies zeigt sich in den aktuellen Ausbildungszahlen des Statistischen Bundesamtes für den Gartenbau, die im Jahr 2020 das vierte Jahr in Folge gestiegen sind.
Die Corona-Pandemie hat die Bedeutung regionaler Lebensmittel nochmals verstärkt ins Bewusstsein gerufen. Aber auch angesichts von Klimaveränderungen und Umweltschutzdiskussionen suchen die Jugendlichen zunehmend nach Perspektiven im Grünen Bereich. Hier hat der Gartenbau einiges zu bieten.
Mit insgesamt 13.398 Auszubildenden im Jahr 2020 wurde die Gesamtzahl der Auszubildenden aus dem Jahr 2013 deutlich übertroffen. Auch die Zahl der Neuabschlüsse stieg gegenüber 2019 an. Es wurden 5.307 neue Ausbildungsverträge im Gartenbau abgeschlossen, was einer Steigerung von 6,39 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
Entwicklung in den Fachrichtungen
Besonders hervorzuheben sind die Zuwächse bei den Neuabschlüssen im Gemüse- und Obstbau, die jeweils ein Plus von rund 6,7 Prozent verzeichneten. Auch die Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau zeigte ein deutliches Wachstum von 4,14 Prozent und überschritt damit die Marke von 10.000 Auszubildenden in dieser Spezialisierung.
Rückgänge bei den Neuabschlüssen gab es hingegen im Zierpflanzenbau, der Staudengärtnerei, der Friedhofsgärtnerei sowie in der Baumschule, wo die Zahlen um zwei bis fünf Prozent sanken.
Bildungsabschlüsse und Verteilung der Auszubildenden
Die Mehrheit der neuen Ausbildungsverträge wird von Auszubildenden mit einem Realschulabschluss unterzeichnet. Im Gemüsebau und in der Staudengärtnerei beginnen die meisten Auszubildenden ihre Lehre mit Hochschul- oder Fachhochschulreife.
Die Verteilung der Ausbildungsverträge im Gartenbau stellt sich wie folgt dar:
- Garten- und Landschaftsbau: Drei Viertel aller Auszubildenden
- Zierpflanzengärtner: 11 Prozent
- Baumschuler: 5 Prozent
- Gemüsebau: 3 Prozent
- Friedhofsgärtner: 3 Prozent
- Staudengärtner: 2 Prozent
- Obstbauer: 1 Prozent
Die Erfolgsquoten bei den Abschlussprüfungen liegen in allen Fachrichtungen zwischen 80 und 96 Prozent.
