Beetpflanzen und Gehölze

Resistenzbildung bei Glomerella vorbeugen

Azerca und das Pflanzenschutzamt Niedersachsen kooperieren, um der Resistenzbildung des Erregers Glomerella cingulata vorzubeugen. Dieser verursacht Triebsterben an Callunen und stellt eine wirtschaftliche Gefahr dar. Untersuchungen sollen Aufschluss über mögliche Resistenzausprägungen geben.

Kooperation gegen Glomerella-Resistenzen

Die Azerca, eine Produzentenvereinigung, und das Pflanzenschutzamt Niedersachsen haben eine Zusammenarbeit vereinbart, um der Resistenzbildung des Erregers Glomerella cingulata vorzubeugen. Dieser Erreger verursacht das Triebsterben an Callunen und stellt eine wirtschaftliche Gefahr für Betriebe dar, wenn eine zu geringe Bandbreite an Pflanzenschutzmitteln eingesetzt wird.

Im Rahmen dieser Kooperation wird das Pflanzenschutzamt Niedersachsen in der aktuellen Heidesaison befallenes Material untersuchen, um Minderwirkungen von Pflanzenschutzmitteln zu analysieren. Dies soll Aufschluss über mögliche Resistenzausprägungen geben.

Hintergrund der Untersuchungen

Vorangegangen waren Untersuchungen des Pflanzenschutzamtes in Zusammenarbeit mit der Lehr- und Versuchsanstalt in Bad Zwischenahn. Dabei wurde Inokulationsmaterial aus einem öffentlichen Park verwendet, in dem lediglich ein einziges Pflanzenschutzmittel zugelassen war. Der dort isolierte Glomerella-Stamm zeigte sich in den Tests als stark minderempfindlich gegenüber strobilurinhaltigen Pflanzenschutzmitteln.

Wir müssen verhindern, dass wir uns nach einer Behandlung mit einem Pflanzenschutzmittel in Sicherheit wiegen und dabei die ungenutzte Zeit verrinnt, eine Krankheit einzudämmen.

Dies betonte Helmut Hiedl, der Vorsitzende des Züchtungsausschusses. Er hob die Bedeutung der Zusammenarbeit hervor, um einen Überblick über die Ausbreitung von Resistenzen zu erhalten.

Weitere Themen und Betriebsbesichtigung

Ein weiteres Thema der Tagung war die Verbesserung der Blüteninduktion durch eine Belichtung mit optimiertem Lichtspektrum mittels angepasster LED-Technologie. David Schmidtmayr von der Firma Sanlight stellte hierzu den Stand der Technik und mögliche Optimierungen vor. Helmut Hiedl wird auf seinem Betrieb in Altusried eine Versuchsfläche mit der Firma einrichten, um die Ergebnisse zu evaluieren.

Die Züchter, die sich im Betrieb von Johannes van Leuven in Geldern trafen, besichtigten abschließend dessen Neuzüchtungen, eine Sammlung besonderer Erikenarten sowie das aktuelle Callunensortiment.

29.09.2016

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