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Wurzelrodung ohne eigenen Bagger: Eine Lösung für Kommunen

Die Anschaffung eines Baggeranbaugeräts ohne eigenen Bagger mag ungewöhnlich erscheinen. Doch das Beispiel der Technischen Betriebe Gevelsberg zeigt, wie Wurzelrodungen mit einem Mietbagger in Eigenregie effizient durchgeführt werden können.

Effiziente Wurzelrodung: Grenzen der herkömmlichen Frästechnik überwinden

Entlang der Gemeindestraßen in Gevelsberg gibt es teilweise steile Böschungen und Straßenbankette mit Neigungen von bis zu 45 Grad und Höhen von zwei bis drei Metern. Fräsdienste stießen hier in der Vergangenheit oft an ihre Grenzen, da das Risiko eines Umkippens der Fräse bei der Wurzelentfernung zu hoch war. Dies führte häufig zu Schäden an Mähgeräten, da verbleibende Wurzelstubben beim Mulchen die Mähwerke blockierten.

Ein Bagger mit der Wurzelratte hingegen bewältigt solche Böschungen problemlos. Während der Bagger stabil steht, kann der Baggerarm auch an steilen Flächen rodieren.

Die Reparaturkosten, die zuvor regelmäßig angefallen sind, sparen wir nun.

Dies erklärt Carsten Förster, zuständiger Meister für Straßenunterhaltung und Grünflächenpflege bei den Technischen Betrieben Gevelsberg, als einen der Gründe für die Anschaffung der Wurzelratte. Sobald ein gemieteter Mobilbagger verfügbar ist, fahren die Mitarbeiter der Gemeinde mit der eigenen Wurzelratte die Rodungsstellen an und führen die Arbeiten durch.

Bei der letzten Rodungsaktion schaffte unser gut geübter Baggerfahrer in weniger als drei Tagen über 60 Wurzelstubben. Nachdem wir in einer Vorführung gesehen hatten, wie einfach Rodungen mit der Wurzelratte vonstattengehen, stand schnell fest, dass wir damit arbeiten wollen.

Vorteile der Wurzelratte gegenüber anderen Verfahren

Die Wurzelentfernung mit der Wurzelratte erfolgt schonend und gründlicher als mit herkömmlichen Methoden. Beim Ausreißen von Wurzeln mit der Baggerschaufel können Sekundärschäden an Asphalt oder Leitungen entstehen. Mit der Wurzelratte werden die Wurzeln Stück für Stück abgeschabt und an die Oberfläche befördert, wobei saubere, zerkleinerte Holzstücke zurückbleiben. Wurzeln unter asphaltierten Flächen oder nahe an Rohren können abgetrennt werden, ohne Beschädigungen zu verursachen.

Die Rodungen sind qualitativ besser, da sämtliche Wurzeln bis weit unter die Erdoberfläche entfernt werden können, nicht nur der zentrale Baumstumpf wie bei einer Fräse. Das verbleibende Material, reines Wurzelholz, wird von den Technischen Betrieben zur weiteren Verwertung in eine Biogasanlage gebracht. Bei Rodungsstellen nahe am Wald können die Wurzelreste sogar vor Ort verbleiben. Mit Fräsabfällen oder vom Bagger ausgerissenen Wurzeln war dies aufgrund der Verunreinigung mit Dreck und Steinen nicht möglich, sodass diese entsorgt werden mussten.

Angesichts dieser Vorteile fiel die Entscheidung zum Kauf des Gerätes in Gevelsberg leicht. Die Wurzelratte ist aus massivem Stahl gefertigt. Carsten Förster betont:

Eine Stubbenfräse hätten wir uns jedenfalls niemals gekauft, denn der Verschleiß und die laufenden Kosten eines solchen Gerätes sind viel zu hoch. Die Anschaffung der Wurzelratte hingegen lohnt sich definitiv auch ohne Bagger.

01.08.2013

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