Neue Wegeverbindung soll Gärten der Welt besser an den Nahverkehr anbinden
Die Grün Berlin GmbH beginnt mit dem Bau der Kienbergterrassen am Südhang des rund 100 Meter hohen Kienbergs. Die neue Anlage ist Teil eines Panoramaweges, der künftig vom Eingang des IGA-Geländes an der U-Bahn-Station „Neue Grottkauer Straße“ entlang des Wuhletals bis zu den Gärten der Welt führen wird.
Mit der neuen Wegeverbindung soll die Erreichbarkeit der Parkanlage über den öffentlichen Nahverkehr deutlich verbessert werden. Besucher gelangen künftig schneller vom Berliner Zentrum zu den Gärten der Welt. Perspektivisch soll insbesondere die Verlängerung der U-Bahn-Linie 5 bis zum Hauptbahnhof die direkte Anbindung an die Innenstadt stärken.
Terrassenlandschaft mit Natursteinmauern und Streuobstwiesen
Am sonnenreichen Südhang des Kienbergs entstehen zwei parallel verlaufende Wege auf unterschiedlichen Höhenlagen. Die Wege führen künftig entlang von Streuobstwiesen und offenen Wiesenflächen. Zusätzlich wird der Hang mit Natursteinmauern terrassiert und über Treppen miteinander verbunden.
Kleine Aufenthaltsbereiche entlang des rund 500 Meter langen Weges sollen zum Verweilen einladen und Ausblicke auf die Landschaft ermöglichen. Die Terrassen reichen etwa 30 Meter den Hang hinauf und gehen anschließend in den vorhandenen Waldbereich über.
Die gesamte Wegeverbindung wird barrierefrei ausgeführt. Damit soll sie sowohl für Familien mit Kinderwagen als auch für Menschen mit eingeschränkter Mobilität nutzbar sein.
Terrassengärten als Teil der IGA Berlin 2017
Während der Internationalen Gartenausstellung 2017 sollen auf den Kienbergterrassen blühende Terrassengärten entstehen. Ergänzend sind verschiedene Ausstellungsbeiträge zu nachhaltigen Lebenskonzepten geplant.
„Zur IGA werden wir hier außerdem innovative Projekte rund um eine nachhaltige Lebenskultur zeigen“, sagt Christoph Schmidt, Geschäftsführer der Grün Berlin GmbH und der IGA Berlin 2017 GmbH. „Ausstellungsbeiträge sind u.a. zu den Themenfeldern Ernährung, Gesundheit und dem sogenannten Upcycling angedacht.“
Nach dem Ende der IGA werden die temporären Ausstellungspavillons und Gärten zurückgebaut. Die Terrassenanlagen mit Streuobstwiesen, offenen Wiesenbereichen und Natursteinmauern bleiben dauerhaft erhalten.
Aktuelle Arbeiten am Südhang des Kienbergs
Derzeit laufen die Erd- und Modellierungsarbeiten zur Terrassierung des Hanges. Parallel dazu werden Wege angelegt sowie Treppen und Natursteinmauern errichtet. Der Großteil der Obstbäume soll im Jahr 2016 gepflanzt werden, während die Terrassengärten im Frühjahr 2017 erblühen sollen.
Die Maßnahmen sind Teil der touristischen Weiterentwicklung der Gärten der Welt. Der Grundausbau der Kienbergterrassen wird mit Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ finanziert und zusätzlich von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt kofinanziert.
Für den Garten- und Landschaftsbau zeigt das Projekt beispielhaft die Verbindung aus Wegebau, barrierefreier Infrastruktur, landschaftsnaher Gestaltung und dauerhaft angelegten Grünflächen im urbanen Raum.
