Messen und Veranstaltungen

Bauma 2010: Trendwende für die Baubranche trotz externer Herausforderungen

Die Bauma 2010 signalisierte eine Trendwende für die Baumaschinenbranche. Trotz eines temporären Flugverbots verzeichnete die Messe positive Stimmung und gute Geschäftsabschlüsse. Sie setzte neue Rekordmarken bei Fläche und Ausstellerzahl.

Positive Stimmung trotz Flugverbot: Die Bauma 2010 als Wendepunkt

Die Bauma 2010 signalisierte eine Trendwende für die Baumaschinenbranche. Trotz eines temporären Flugverbots in Europa, das die Anreise von Besuchern und Ausstellern aus Übersee beeinträchtigte, verzeichnete die Messe eine positive Stimmung und gute Geschäftsabschlüsse. Die Veranstaltung setzte neue Rekordmarken bei der Fläche und der Ausstellerzahl.

Ralf Wezel, Secretary General des Europäischen Baumaschinen-Komitees (CECE), resümierte, dass der Konjunktur-Tiefpunkt in Europa überwunden sei und eine hohe Zuversicht herrsche. Er hob das Krisenmanagement der Messe München während des Flugverbots hervor, das die anfänglichen Ausfälle von Kunden aus Asien und Amerika in der zweiten Messhälfte kompensieren konnte. Diese Einschätzung deckte sich mit den Erwartungen der Branche, die Dr. Christof Kemmann vom VDMA bereits zu Beginn der Messe geäußert hatte.

Die rund 3.150 Aussteller aus 53 Ländern zeigten sich zum Abschluss der Messe zufrieden. Einige vermeldeten bereits zur Halbzeit mehr Verkaufsabschlüsse als erwartet. Michael Heidemann, Geschäftsführer von Zeppelin und Vorsitzender der Geschäftsführung Zeppelin Baumaschinen GmbH, Deutschland, bestätigte, dass die Verkaufszahlen die Erwartungen übertroffen hätten und man an das Volumen der Bauma 2007 anknüpfen könne. Auch Michikazu Okada, Vizepräsident von Hitachi Sumitomo Heavy Industries Construction Crane Co., Ltd., Japan, berichtete von vielen neuen Geschäftskontakten und unerwarteten Vertragsabschlüssen.

Die Stimmung zeigt, dass der Konjunktur-Tiefpunkt in Europa überwunden ist. Es gibt wieder viel Zuversicht. Natürlich fehlten den Ausstellern anfangs viele Kunden aus Asien und Amerika - in der zweiten Hälfte der Messelaufzeit wurde dies aber deutlich besser. Hervorragendes Krisenmanagement der Messe München in den Vulkanasche-Tagen.

Eine repräsentative Befragung der Aussteller durch TNS-Infratest bestätigte, dass die Bauma 2010 als Weltleitmesse eine Stimmungsverbesserung nach dem Krisenjahr 2009 markierte. Nahezu die Hälfte der Aussteller erwartete eine positive Entwicklung der wirtschaftlichen Situation.

Bereits im Vorfeld der Messe zeigten sich die Erwartungen an die Bauma: Mit 555.000 Quadratmetern Gesamtfläche, die vollständig ausgebucht war, und einem internationalen Ausstelleranteil von 60 Prozent wurden neue Höchstmarken bei der Gesamtausstellerzahl, der internationalen Beteiligung und der Flächenbelegung erreicht. Insbesondere aus China, Indien und der Türkei stiegen die Ausstellerzahlen im Vergleich zur Vorveranstaltung deutlich an.

Die bauma ist das Mekka für die Baumaschinenindustrie. Obwohl die Vulkanasche über Europa lag, ist es faszinierend zu sehen wie viele Besucher aus aller Welt man hier trifft.

Cuneyt Divris, Präsident des türkischen Verbandes Imder, Construction Equipment Distributors & Manufacturers Association of Turkey, bezeichnete die Bauma als "Mekka für die Baumaschinenindustrie". Trotz der positiven Stimmung wirkten sich die konjunkturelle Lage und das Flugverbot auf die Besucherzahlen aus: Über 415.000 Besucher aus mehr als 200 Ländern kamen zur Bauma 2010, was einen Rückgang von 17 Prozent im Vergleich zu 2007 bedeutete. 65 Prozent der Besucher stammten aus Deutschland, 35 Prozent reisten aus dem Ausland an.

Klaus Dittrich, Vorsitzender der Messe München GmbH, erklärte, dass trotz Sofortmaßnahmen nicht alle erwarteten Besucher aus Asien, Indien und Amerika zur Messe kommen konnten. Er blickte jedoch optimistisch auf die bereits ausgebuchte Bauma China 2010 in Shanghai und das wachsende Interesse an der bC India 2011 in Mumbai. Diese Veranstaltungen sollen internationale Plattformen in den Wachstumsmärkten China und Indien bieten und Fachbesucher ansprechen, die nicht nach München reisen konnten.

Nie waren mehr Innovationen ausgestellt, alle in Hinblick auf Nachhaltigkeit, Schutz der Umwelt und der Menschen. Die bauma ist trotz Krise und Aschewolke unangefochten die Nummer eins.

Die Bauma 2010 bestätigte ihre Rolle als Weltleitmesse durch eine Vielzahl von Innovationen, die sich auf Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Arbeitssicherheit konzentrierten. Dr. Reinhold Festge, Geschäftsführender Gesellschafter von Haver & Boecker, Deutschland, betonte, dass die Bauma trotz Krise und Aschewolke unangefochten die Nummer eins sei. Die Veranstaltungen im Bauma Forum, insbesondere die Länderspecials zum Partnerland Indien, mussten teilweise abgesagt oder personell umbesetzt werden. Ab dem dritten Messetag konnten jedoch 44 Vorträge und Veranstaltungen planmäßig stattfinden. Die Länderspecials im Bauma Forum werden in Zusammenarbeit mit dem VDMA e.V., dem ideellen Träger der Bauma, organisiert.

Die 30. Bauma, Internationale Fachmesse für Baumaschinen, Baustoffmaschinen, Bergbaumaschinen, Baufahrzeuge und Baugeräte, findet turnusmäßig vom 15. bis 21. April 2013 in München statt.

26.04.2010

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