Aus- und Weiterbildung, Beetpflanzen und Gehölze

Baumpraxis Schloss Dyck erneut erfolgreich

Die siebte Baumpraxis auf Schloss Dyck zog rund 250 Teilnehmer an, die sich über Baumkrankheiten, Schnitttechniken und rechtliche Aspekte informierten. Das Praxisseminar bot eine gelungene Mischung aus Theorie und praktischen Demonstrationen.

Erfolgreiches Praxisseminar für Baumpflege

Die Stiftung Schloss Dyck, Zentrum für Gartenkunst und Landschaftskultur in Jüchen, veranstaltete die Baumpraxis zum siebten Mal. Das Praxisseminar, das Ende Mai im Landschaftspark von Schloss Dyck stattfand, verzeichnete rund 250 Teilnehmer. Es konnte als Ein- oder Zwei-Tagesveranstaltung gebucht werden.

Die Veranstaltung zieht sowohl wiederkehrende als auch neue Teilnehmer an. In diesem Jahr war die Hälfte der Besucher zum ersten Mal dabei. Jens Spanjer, Vorstand der Stiftung Schloss Dyck, äußerte sich zur positiven Resonanz:

Die gute Resonanz bestätigt uns, dass unser Konzept der Wissensvermittlung vor Ort in der besonderen Atmosphäre des Englischen Landschaftsgartens und in der engen Verknüpfung von Theorie und Praxis aufgeht.

Ein Themenschwerpunkt lag in diesem Jahr auf Baumkrankheiten und deren Behandlung. Mit-Organisator Stefan Artmann demonstrierte neue Schnitt-Techniken zur Vermeidung von Massaria-Pilzbefall an einer Platane auf dem Schlossgelände. Steven Iblings führte eine selbst konstruierte Smart Winde vor, die das sichere Herablassen starker Äste ermöglichte. Jürgen Kutscheidt, ebenfalls Mit-Organisator, behandelte das Thema pilzlicher Bodenhilfsstoffe (Mykorrhiza) und deren Anwendung bei Baumpflanzung und -sanierung an einer 200 Jahre alten Buche. Frank Rinn beleuchtete die Möglichkeiten und Grenzen der Baumuntersuchung mit Messgeräten.

Die Verknüpfung von Theorie und Praxis zeigte sich auch in weiteren Beiträgen. Hans-Joachim Schulz referierte über die korrekte Anwendung der FLL-Baumkontrollrichtlinie. Axel Schneidewind präsentierte Ergebnisse aus dem Praxistest von Stammanstrichstoffen. Der erste Tag endete mit einem Grillabend, der dem Erfahrungsaustausch und der Kontaktpflege diente.

Der zweite Veranstaltungstag war Helge Breloer gewidmet, einer langjährigen Referentin, die im April 2011 verstarb. Der Jurist Armin Braun übernahm das Thema „Baum und Recht“ mit Fokus auf Massaria-Befall. Gernot Fischer lieferte Hintergrundinformationen zum Massaria-Pilz. Philipp Funck berichtete über Möglichkeiten zur Rettung von Ulmen, darunter das Dutch-Trig-Verfahren.

Gilbert Lösken informierte über die Richtlinie „FLL Baumpflanzung Teil 2“, da Baumpflege und Krankheitsprävention bereits bei der Pflanzung beginnen. Stefan Artmann griff seine praktischen Schnittmaßnahmen vom Vortag auf, um das Thema „Holzhäcksel – lästiger Abfall oder wertvolles Heizgut?“ zu vertiefen.

Die nächste Baumpraxis Schloss Dyck ist für den 21. und 22. Juni 2012 geplant. Das Programm wird ein Spektrum an Erkenntnissen zur Baumpflege umfassen.

03.08.2011

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