Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen den Nationalparken
Die Nationalparke Bayerischer Wald und Šumava intensivieren ihre Zusammenarbeit. Dies wurde von der Bayerischen Umweltministerin Ulrike Scharf und dem tschechischen Umweltminister Richard Brabec bei einem Treffen im Nationalpark Bayerischer Wald vereinbart.
Unsere Nationalparke sind ein großes gemeinsames Identifikationsband. Gemeinsam sichern wir die Zukunft der Nationalparke und damit eine internationale Premium-Marke. Die Natur kennt keine Grenzen. Der europäische Urwald wird jetzt auch grenzenlos digital erlebbar.
Ein zentrales Projekt dieser Kooperation ist die Entwicklung einer grenzüberschreitenden App. Diese soll als neues Informationsangebot für Besucher beider Nationalparke dienen.
Grenzüberschreitende Informationsangebote und weitere Projekte
Die geplante tschechisch-bayerische App wird Kartenmaterial und Erläuterungen in den jeweiligen Landessprachen umfassen. Sie soll über Wanderwege, Naturschätze und relevante Orte informieren.
Zudem ist die Erneuerung des "Transboundary Certificate" vorgesehen. Dieses Zertifikat wurde 2009 von der Europarc Federation für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit der beiden Nationalparke verliehen.
Die Minister übernehmen außerdem die Schirmherrschaft für Aufführungen des Bayerischen Staatsballetts in Tschechien im Rahmen des Kooperationsprojekts "Ballett und Wildnis".
Bedeutung des Nationalparks Bayerischer Wald für die Region
Der Nationalpark Bayerischer Wald verzeichnete in der Saison 2013/2014 einen Besucherrekord von rund 1,3 Millionen Gästen. Eine sozioökonomische Studie der Universität für Bodenkultur in Wien belegt die Relevanz des Nationalparks für Naturschutz, regionale Wirtschaftsentwicklung und sanften Tourismus.
Die Studie ergab, dass für etwa 60 Prozent der Besucher des Bayerischen Waldes der Status als Nationalpark ein wichtiger Grund für ihren Besuch ist. Über 90 Prozent der Befragten bewerteten die Anzahl der Besuchereinrichtungen und Wanderwege als ideal.
Als besonders positiv wurden die unberührte Natur, die Ruhe, die Beschilderung und die Wanderwege genannt. Über 90 Prozent der Befragten gaben an, dass der Nationalparkstatus uneingeschränkte Erholungsmöglichkeiten bietet.
Bayern lebt von seinen liebenswerten Landschaften. Wir wollen deshalb den sanften Tourismus stärken. So können die Menschen in den Regionen direkt von den Naturschönheiten vor ihrer Haustüre profitieren.