Aus- und Weiterbildung

BBE-Fachkongress "HolzEnergie"

18.09.2015

Der BBE-Fachkongress HolzEnergie diskutiert das Potenzial von Kurzumtriebsplantagen für eine nachhaltige Energieversorgung. Im Fokus stehen Brennstoffverfügbarkeit, neue Produktionsflächen und praxisnahe Konzepte für die Nutzung von Energieholz.

BBE-Fachkongress HolzEnergie beleuchtet Potenziale von KUP

Im Zuge der Energiewende steht der grundlegende Umbau des deutschen Energiesystems im Fokus. Ziel ist es, Energieversorgung künftig sicherer, bezahlbarer und umweltfreundlicher zu gestalten. Holzenergie nimmt dabei eine zentrale Rolle ein, insbesondere in der Wärme- und Stromproduktion.

Ein entscheidender Faktor für die strategische Weiterentwicklung ist die Frage nach verfügbaren Brennstoffmengen. Vor allem das bislang unerschlossene Potenzial von Kurzumtriebsplantagen (KUP) rückt zunehmend in den Mittelpunkt der Diskussion. Derzeit sind in Deutschland lediglich rund 6.000 Hektar KUP-Flächen erschlossen.

Um eine nachhaltige Versorgung mit Energieholz sicherzustellen, gilt es, zusätzliche Produktionsflächen außerhalb klassischer Waldstandorte zu erschließen. Kurzumtriebsplantagen können dazu beitragen, den Nachfragedruck auf bestehende Waldressourcen zu reduzieren und gleichzeitig neue Wertschöpfungspotenziale zu erschließen.

Schwerpunktthema auf dem 15. Fachkongress

Der 15. Internationale Fachkongress für HolzEnergie greift diese Fragestellungen am 01. und 02. Oktober 2015 auf dem Messegelände in Augsburg auf. Mehrere Fachvorträge widmen sich praxisnahen Konzepten zur nachhaltigen Produktion und Nutzung von Energieholz aus KUP.

  • Naturverträgliche Anlage und Bewirtschaftung von Kurzumtriebsplantagen – Imke Hennemann-Kreikenbohm, NABU Deutschland GmbH
  • KUP in Brandenburg: Kooperationsmodell mit der Landwirtschaft und erste Versuche auf Rieselfeldern – Dr. Jan Grundmann, Energy Crops GmbH
  • Projekt ROKWOOD: Nachhaltige Produktion und effiziente Nutzung von Holzenergie aus KUP in europäischen Regionen – Malte Trumpa, ttz Bremerhaven
  • Kurzumtriebsplantagen an Fließgewässern zur Vermeidung von Stoffeinträgen – Cornelia Fürstenau, Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft (TLL)
  • Schutzstreifen mit schnell wachsenden Gehölzen zur Erosionsminderung und Kohlenstoffsequestrierung – Rainer Schlepphorst, Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE)

Die Themen reichen von naturverträglicher Bewirtschaftung über Kooperationsmodelle mit der Landwirtschaft bis hin zu Gewässerschutz, Erosionsminderung und Kohlenstoffbindung. Damit adressiert der Kongress sowohl ökologische als auch ökonomische Aspekte der Energieholzproduktion.

Plattform für Unternehmen und Verbände

Unternehmen und Verbände & Organisationen, die bereits im Holzenergiemarkt aktiv sind oder einen Markteinstieg planen, erhalten auf dem Kongress eine Plattform zur Präsentation ihrer Leistungen. Über ein begleitendes Ausstellungsangebot können sich Marktakteure gezielt dem Fachpublikum vorstellen.

Insgesamt umfasst die Veranstaltung zwölf Themenforen mit mehr als 40 Vorträgen. Weitere Informationen, das vollständige Programm sowie die Möglichkeit zur Anmeldung sind online verfügbar. Gefördert wird der Kongress durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie.

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