Förderung und Wirkung der Umweltbildung in Bayern
Ein verstärktes Bewusstsein für eine nachhaltige und umweltverträgliche Lebensweise bildet die Grundlage für den Schutz von Umwelt und Natur. Dies betonte die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf anlässlich des Festakts der Bayerischen Staatsregierung zur 20-jährigen Förderung der Umweltbildung im Freistaat.
Eine zielgerichtete Förderung der Umweltbildung ermöglicht eine erfolgreiche Vermittlung von Wissen vor Ort. Umweltbildungsprojekte sensibilisieren Menschen jeden Alters und quer durch die Gesellschaft für die verschiedensten Umweltthemen sowie ökologische, ökonomische und soziale Zusammenhänge. Das Umweltministerium unterstützt diese Projekte seit über 20 Jahren und wird die Förderung auch in den kommenden Jahren auf hohem Niveau fortsetzen. Der Freistaat plant langfristig mindestens eine staatlich anerkannte Umweltstation in jedem Landkreis und in jeder kreisfreien Stadt.
Das Umweltministerium stellt jährlich rund 3,4 Millionen Euro für Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung bereit. Damit werden Einzelprojekte von Umweltbildungseinrichtungen sowie die Errichtung und Pflege von Lehr- und Erlebnislehrpfaden gefördert.
Umfang und Wirkung der Umweltbildung
Im Jahr 2014 führten über 134 Partner des Netzwerks Qualitätssiegel „Umweltbildung.Bayern“, darunter 53 staatlich anerkannte Umweltstationen, rund 31.000 Veranstaltungen durch. Allein in Oberbayern waren es mehr als 11.000 Veranstaltungen, die insgesamt über 790.000 Menschen erreichten. Mehr als die Hälfte der Teilnehmer waren Kinder und Jugendliche.
Um ein flächendeckendes Angebot an Umwelt- und Nachhaltigkeitsbildung zu etablieren, setzt Bayern seit vielen Jahren auf ein duales System. Der Freistaat stellt Fördermittel für ein qualitativ hochwertiges Bildungsangebot zur Verfügung. Mit diesen Mitteln können lokale, nichtstaatliche Akteure aus ganz Bayern, wie Naturschutzverbände, Kirchen, Kommunen und Landkreise, konkrete Umweltbildungsprojekte umsetzen.
Ich danke den Menschen, die durch ihren Einsatz vor Ort die Bildung für Umwelt und Nachhaltigkeit in Bayern zu einem Erfolgsprojekt machen. Es ist erfreulich, dass inzwischen auch Schulen und Hochschulen vermehrt bestrebt sind, das Thema Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung auf ihre Agenda zu setzen.
Zu den Förderprojekten der Umweltbildung in Bayern gehören Basis- und Modellprojekte von staatlich anerkannten Umweltstationen, Vorhaben von Umweltbildungseinrichtungen, das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ), ÖkoKids – Kindertageseinrichtung Nachhaltigkeit, Schulgartenwettbewerbe, Nachhaltigkeit in der betrieblichen Ausbildung sowie Umweltbildung in der Jugendsozialarbeit.
