Drei Jahrzehnte Engagement für Nachhaltigkeit
Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) feiert ihr 30-jähriges Bestehen. Seit drei Jahrzehnten fördert die FNR im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) sowie weiterer Bundesministerien (BMUV, BMDV) die nachhaltige Erzeugung und Nutzung nachwachsender Rohstoffe. Dies geschieht durch Forschungsprojekte, Öffentlichkeitsarbeit und Fachinformationen. Aktuell gewinnen Themen wie der Erhalt und die angepasste Nutzung kohlenstoffreicher Ökosysteme für den Klimaschutz zunehmend an Bedeutung in ihrer Arbeit.
Seit ihrer Gründung optimiert die FNR kontinuierlich ihren Standort und die Betriebsabläufe hinsichtlich Nachhaltigkeit. Anlässlich des Jubiläums wurde eine digitale Festschrift unter fnr.de/30jahre veröffentlicht. Diese stellt den Standort Gülzow in Mecklenburg, die FNR als Arbeitgeber und ihre Nachhaltigkeitsprämissen vor. Zu den Maßnahmen gehören erneuerbare Wärme aus Stroh, Ökostrom, ein Bürogebäude aus nachwachsenden Baustoffen, E-Ladesäulen und digitale Veranstaltungen.
Die FNR engagiert sich für umweltfreundliches und zukunftsfähiges Wirtschaften und berücksichtigt dabei auch soziale Aspekte. Sie bietet rund 160 Mitarbeitern Arbeitsplätze im ländlichen Raum Mecklenburgs und trägt somit zur regionalen Entwicklung bei. Die Digitalisierung ermöglicht es, die Anforderungen eines bundesweit und international agierenden Projektträgers mit der ländlichen Lage Gülzows zu verbinden.
Entwicklung und Schwerpunkte der FNR
Die FNR wurde am 25. Oktober 1993 als Projektträger des BMEL gegründet. Heute arbeitet sie auch für andere Ministerien und ist Teil europäischer und internationaler Netzwerke. Derzeit betreut die FNR über 1.200 Förderprojekte in fünf Förderprogrammen, die auf Forschung, Entwicklung und Demonstration ausgerichtet sind. Zusätzlich unterstützt sie Waldbesitzer beim Waldumbau durch das Förderprogramm "Klimaangepasstes Waldmanagement".
Insgesamt hat die FNR seit ihrer Gründung rund 6.000 Vorhaben begleitet. In den ersten beiden Jahrzehnten standen Themen wie Biokraftstoffe, Biogas, Energiepflanzenanbau, biobasierte und naturfaserverstärkte Kunststoffe sowie biotechnologische Verfahren zur Gewinnung von Grund- und Spezialchemikalien aus pflanzlichen Rohstoffen im Vordergrund. Geförderte Projekte trugen zur Entwicklung von Technologien und Verfahren bei, die sich heute am Markt etabliert haben.
Während anfänglich die Verwertung landwirtschaftlicher Rohstoffe im Fokus stand, haben über die Jahre nachhaltige Waldwirtschaft und Holznutzung, Torfminderung, Moorbodenschutz und Paludikulturen stark an Bedeutung gewonnen.
Wir sind offen für neue Herausforderungen und wollen uns stetig weiterentwickeln. Mit unserer Arbeit einen Beitrag zum Klimaschutz und zum Erhalt unserer Lebengrundlagen zu leisten und nach Möglichkeit mit den Ansprüchen einer modernen und nachhaltigen Wirtschaftsweise zu vereinen, bleibt dabei unsere Prämisse.
Dies erklärt Dr. Andreas Schütte, Geschäftsführer der FNR seit ihrer Gründung. Er bedankt sich bei Wegbegleitern, Partnern, Projektnehmern und Mitarbeitern für ihren Beitrag zu 30 Jahren Nachhaltigkeit. Die digitale Festschrift ist unter fnr.de/30jahre verfügbar.
