Beetpflanzen und Gehölze

Vielfältige Pflanzenauswahl stärkt Bestäuber im Garten

Für bestäuberfreundliche Gärten zählt Vielfalt: Eine Mischung aus heimischen und nicht heimischen Pflanzen sowie lange Blühzeiten sichern Nahrung für Insekten. Entscheidend sind zugänglicher Nektar, Pollen und passende Strukturen.

Mischpflanzungen aus heimischen und fremden Arten fördern Insektenvielfalt

Die Förderung von Bestäubern gewinnt im Gartenbau zunehmend an Bedeutung. Bei der Auswahl geeigneter Pflanzen stellt sich dabei häufig die Frage nach heimischen oder nicht heimischen Arten. Fachliche Erkenntnisse zeigen, dass vor allem die Vielfalt und ein kontinuierliches Blütenangebot entscheidend für die Insektenwelt sind.

Nicht spezialisierte Insekten nutzen Pollen und Nektar unabhängig von der Herkunft der Pflanzen. Entscheidend ist ein abwechslungsreiches und reichhaltiges Blütenangebot über einen möglichst langen Zeitraum.

Mischpflanzungen bieten Vorteile

Untersuchungen belegen, dass sowohl heimische als auch nicht heimische Pflanzenarten als Nahrungsquelle dienen können. Eine Kombination aus einjährigen Pflanzen und Stauden sorgt für ein durchgängiges Blühangebot vom Frühjahr bis in den Herbst.

„Es hat sich gezeigt, dass auch nicht heimische Blühpflanzen von Bestäubern als Nahrungsquelle genutzt werden – ebenso wie züchterisch bearbeitete Blühpflanzen. Wichtig ist, dass die Ressourcen der Blüten, also Pollen und Nektar, für die Tiere zugänglich sind und das über einen langen Zeitraum“

Für eine effektive Nutzung sollten Pflanzen in Gruppen gesetzt werden, um ausreichend große Blütenmengen je Art bereitzustellen.

Spezialisierte Arten berücksichtigen

Neben Generalisten gibt es spezialisierte Bestäuber, die auf bestimmte Pflanzen angewiesen sind. Diese benötigen spezifische Pollen oder Pflanzenteile für ihre Entwicklung. Eine gezielte Ergänzung mit entsprechenden Pflanzen kann diese Arten unterstützen.

Auch züchterisch bearbeitete Sorten können geeignet sein, sofern Pollen und Nektar zugänglich bleiben. Der Füllungsgrad der Blüten spielt dabei eine wichtige Rolle.

Städtische Räume als Lebensraum

Gerade in urbanen Gebieten können Gärten und Balkone wertvolle Rückzugsorte für Insekten darstellen. Unterschiedliche Strukturen wie offene Bodenstellen oder Hohlräume bieten zusätzliche Lebensräume.

Selbst kleinere Blühflächen werden von Bestäubern angenommen und tragen zur Artenvielfalt bei. Neben Nahrung sind auch Nistmöglichkeiten und Baumaterialien entscheidend für das Überleben vieler Insektenarten.

Praxisnahe Auswahlhilfen nutzen

Für die Auswahl geeigneter Pflanzen empfiehlt es sich, neben Standortfaktoren auch den Nutzen für Bestäuber zu berücksichtigen. Fachangebote wie Sortenfinder oder Bienenweidekataloge unterstützen bei der Zusammenstellung geeigneter Mischungen.

Eine durchdachte Kombination aus unterschiedlichen Pflanzenarten ermöglicht es, sowohl ökologische Anforderungen zu erfüllen als auch ästhetische Ansprüche im Garten zu realisieren.

02.08.2021

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