Die im Jahr 2025 gestartete Baumaßnahme gliedert sich in mehrere Bereiche. An der Nümbrechter Straße beginnt der Grünzug West, von dem man über den City-Radweg aus farblich beschichtetem Asphalt auf den elliptischen asphaltierten Eventplatz gelangt. In Richtung Norden gibt es vom Eventplatz aus eine beleuchtete, barrierearme Anbindung in Pflasterbauweise an die Bahnhofstraße. Den renaturierten Wiedenhofbach überquerend gelangt man in den östlichen Teil des Grünzuges, der aufgrund seines neu angelegten Spielplatzes insbesondere für Kinder attraktiv ist. Im Zuge der Maßnahme wurde auch das Areal rund um die Bushaltestelle an der Friedenstraße neugestaltet. Für einen Großteil der neu zu befestigenden Flächen entlang der Droste-Hülshoff-Straße setzten die Verantwortlichen der Marktstadt auf das Modula Plus Betonpflastersystem der Berding Beton GmbH in Kombination mit dem Fugen- und Bettungsmaterial ECOPREC® von der SF-Kooperation GmbH Beton-Konzepte.
Pflasterfugen bleiben dauerhaft verschlossen
Mario Klein, vom Fachbereich Bauen der Marktstadt Waldbröl erläutert die Hintergründe: Im Rahmen der Maßnahme wurden auch einige Gehwege und Straßen neu befestigt. Da das neu gestaltete Areal auch immer mal wieder von schwereren Fahrzeugen genutzt wird, sind einige Flächen einer besonderen Belastung ausgesetzt. Hierfür haben wir daher zunächst einen geeigneten Betonpflasterbelag gewählt. Mit dem System Modula-Plus in der Oberfläche fein-diamantgrau in einer Dicke von 10 cm sind wir dank der speziellen Abstandhaltertechnologie und der daraus resultierenden Verbundwirkung auf der sicheren Seite. Um zusätzlich Stabilität in solche Flächen zu bringen, verwenden wir in unserer Stadt seit einigen Jahren das Fugen- und Bettungsmaterial ECOPREC®. Dieses bietet für uns den Vorteil, dass die Fugen aufgrund ihrer bituminösen Eigenschaften als elastischer Puffer zwischen den Steinen dauerhaft verschlossen bleiben. Schub- und Horizontalkräfte, die der Verkehr auf der Fläche verursacht, werden über das Fugenmaterial abgepuffert und gleichmäßig in die Tragschichten weitergeleitet,“ so Klein.
Darüber hinaus ergibt sich durch die Sonderbauweise mit ECOPREC® noch ein weiterer Vorteil. Die ca. 4 cm dicke Bettung ist nahezu wasserundurchlässig. Auftretendes Niederschlagswasser wird oberflächlich in seitliche Regenabläufe abgeführt. „Die üblichen Probleme, die man von Pflasterflächen kennt, bei denen unter Frosteinfluss aufgrund von Wassereinlagerungen Flächen aufplatzen, sind hier daher kein Thema“, erklärt Klein. „Wir haben an anderen Stellen auch die Erfahrung gemacht, dass sich aufgrund seiner bituminösen Konsistenz die Probleme beim Einsatz von Saug- und Kehrmaschinen auf solchen Flächen deutlich reduzieren. Da die Korngrößen von Bettung und Fuge optimal aufeinander abgestimmt sind, besteht hier auch nicht das Problem, dass Fugenmaterial in die Bettung einrieselt.“ Verarbeitet wird das Material ECOPREC®, indem es erkaltet auf die Tragschicht aufgetragen wird. Ansonsten erfolgt der Einbau wie bei einer herkömmlichen Splittbettung.
Im Frühjahr 2026 war die Umgestaltung des ehemaligen Merkur-Areals abgeschlossen. Die neu gestalteten Pflasterflächen im Umfang von ca. 1.800 m² bieten eine gute Voraussetzung dafür, dass das Areal nicht nur optisch aufgewertet, sondern auch langfristig seinen funktionalen Anforderungen genügt.
Bezugsquellen:
BERDING BETON GmbH, www.berdingbeton.de
Betonwerk Lintel GmbH & Co. KG, www.lintel-gruppe.de
braun-steine GmbH, www.braun-steine.de
- BWL Betonwerk Linden GmbH & Co.KG, www.linden-beton.de
F.C. Nüdling Betonelemente GmbH + Co. KG, www.nuedling.de
Gala Lusit Betonsteinwerke GmbH, www.gala-lusit.de


