Naturschutz, Software und Digitalisierung

Software-Lösungen für die Landschaftsplanung: Effizienz in Biotopanalyse und Kompensation

BIANCON nutzt CAD6 mit GIS-Schnittstelle für die Landschaftsplanung. Das Unternehmen verarbeitet Daten von Geographen und Biologen, um Handlungsempfehlungen abzuleiten und Karten zu erstellen. Die Software ermöglicht effiziente Biotopanalyse und Kompensation bei Großprojekten.

BIANCON: Spezialist für Biotopanalyse und Consulting

Bauliche Eingriffe in den Naturraum erfordern umfassende Untersuchungen zur Identifizierung wertvoller Biotope und Schutzzonen sowie zur Bewertung der Auswirkungen auf Tier- und Pflanzenwelt. Die daraus resultierenden Störungen müssen durch landschaftspflegerische Maßnahmen kompensiert werden. Die Gesellschaft für Biotopanalyse und Consulting mbH (BIANCON) aus Halle an der Saale ist auf dieses Spezialgebiet fokussiert.

BIANCON verarbeitet Daten von Geographen, Biologen, Agrar- und Forstingenieuren, um Handlungsempfehlungen abzuleiten und Karten zu erstellen. Zur Bewältigung der Datenmenge setzt das Unternehmen die Zeichensoftware CAD6 ein, die vom Entwickler Malz++Kassner um eine GIS-Schnittstelle und Verwaltungsoptionen erweitert wurde. Zudem wurden kundenspezifische Einstellungen für die Papierausgabe implementiert.

Die Projekte von BIANCON umfassen Großvorhaben wie Straßen- und Trassenbau, Wind- und Photovoltaikparks sowie Rohstoffabbaugebiete. Auftraggeber sind sowohl die Industrie als auch die öffentliche Verwaltung. Die Experten begleiten Projekte von der Vorbereitung über die Genehmigungsphase bis zur Ausführung, beginnend mit der Bestandsaufnahme von Flora und Fauna bis hin zu Pflanzschemata und Einkaufsmengen für Ausgleichsflächen.

Weil die Erfassung von Tier- und Pflanzenarten an spezifische Jahreszeiten gebunden ist, ziehen sich die Projekte häufig mehrere Monate oder gar Jahre hin.

berichtet Diplom-Agraringenieur Hartmut Wirth von BIANCON.

Computergestützte Planung als Standard

Bis Ende der 1990er Jahre wurden kartographische Darstellungen manuell erstellt. Aufgrund steigender Datenmengen, wachsender Präzisionsanforderungen und der Notwendigkeit eines effizienten Datenaustauschs erfolgte die Umstellung auf computergestützte Systeme.

Die computergestützte Bearbeitung mit Hilfe von CAD-, GIS- und Datenbanksystemen ist heute wegen des hohen Verwaltungsaufwands und der Qualitätsanforderungen nicht mehr aus unserem Arbeitsalltag wegzudenken.

so Wirth. Das zentrale Werkzeug ist das Konstruktions- und Zeichenprogramm CAD6. Es wird zur Erstellung von Plankarten, zur Ermittlung von Flächengrößen, Maßen und Stücklisten sowie für kleinere grafische Arbeiten genutzt. Die Bedienung orientiert sich am manuellen Zeichnen, was eine schnelle Einarbeitung ermöglicht. Erfahrene Anwender können Befehle auch über die Tastatur eingeben, was die Effizienz steigert. Ausschlaggebend für die Wahl von CAD6 waren die flexiblen Funktionen und Schnittstellen.

Eine zentrale Anforderung war der reibungslose Austausch mit anderen CAD-Systemen und GIS-Programmen.

erklärt Olaf Kassner, Geschäftsführer von Malz++Kassner.

Individuelle GIS-Anbindung und Ebenenorganisation

Geo-Informationssysteme verknüpfen geographische Objekte mit beschreibenden Attributen. Diese Zuordnung unterscheidet sich von CAD-Programmen, ist aber für die räumliche Planung unerlässlich.

Eine leistungsstarke Schnittstelle war uns daher sehr wichtig.

so Wirth. Malz++Kassner entwickelte eine Import- und Exportschnittstelle für das ShapeFormat SHP des GIS-Systems ArcGIS. Diese ermöglicht die verlustfreie Übernahme von Lage, Geometrie und Datenbankeinträgen der Shapeobjekte in CAD6. Datenbankeinträge können auch als Zeichnungsebenen deklariert werden.

Beim Export von CAD6-Objekten in das Shape-Format werden ausgewählte Eigenschaften wie Ebene oder Blockname automatisch in die Attributtabelle von ArcGIS übertragen. Für die Kommunikation zwischen Projektpartnern mit unterschiedlichen CAD-Programmen haben sich die Formate DXF und DWG etabliert. Die Verwaltung großer Mengen an Planungs- und Objektdaten ist eine weitere Anforderung. CAD-Programme ordnen Objekte in Ebenen ein. Malz++Kassner implementierte zusätzlich die Option, Ebenenordner anzulegen, um Informationen nach Herkunft oder Planungsstand zu organisieren und zu vergleichen.

Druckausgabe und Präzision

Digitale Pläne werden bei BIANCON für den Ausdruck vorbereitet. Die Papierkarte spielt weiterhin eine wichtige Rolle und muss optisch ansprechend sowie inhaltlich verständlich sein. Um große Pläne plottergerecht drucken zu können, entwickelte Malz++Kassner eine Funktion zur Definition benutzerdefinierter, drehbarer Druckbereiche als Seitenrahmen. Diese können an gewundene Straßenverläufe angepasst werden. Die Rechteck-Felder werden auf dem Plan platziert, Blattrand und Kartenlegende gestaltet und gruppiert.

Für den Plotter wird ein gedrehter Seitenrahmen erstellt, dessen Größe und Drehwinkel aus den Blattwerten ablesbar sind. Dies ermöglicht die Darstellung eingenordeter Pläne auch in der Waagrechten für den Druck. Die Karten werden in PDFs umgewandelt, wobei Transparenzen, Ebenen und Farbmodelle berücksichtigt werden. Die Ausgabegenauigkeit beträgt etwa 0,005 µm.

Die Ausgabegenauigkeit beträgt etwa 0,005 µm und ist so etwa 2.000mal genauer als bei Standard-PDF-Druckertreibern.

erläutert IT-Experte Kassner. Die kundenorientierten Anpassungen und der direkte Austausch mit den Entwicklern machen CAD6 zu einem wichtigen Werkzeug.

Natürlich gibt es immer Wünsche an die Weiterentwicklung eines Programms. Hier kann man aber sicher sein, dass diese in einer der folgenden Softwareversionen umgesetzt werden, wie bei uns die Ebenenordner oder die GIS-Schnittstelle.

so Wirth.

31.08.2011

Weitere Informationen erhalten Sie hier:

Malz++Kassner GmbH

Leopoldstraße 7a
38100Braunschweig
Deutschland

Tel.:+49 (0)531/400137
Fax:+49 (0)531/400138

E-Mail:
Web: 

Zurück