Auszeichnung für herausragende Leistungen in der Landschaftsarchitektur
Der Preis für Landschaftsarchitektur wurde an Dipl.-Ing. (FH) Rita Lex-Kerfers verliehen. Gerd Aufmkolk aus Nürnberg hob in seiner Laudatio hervor, dass die Preisträgerin in ihrer beruflichen Laufbahn an 109 Wettbewerben erfolgreich teilgenommen und dabei 38 erste Preise gewonnen hat. Diese Leistungen habe Frau Lex-Kerfers als dreifache Mutter und Ehefrau in bescheidener und liebenswürdiger Weise erbracht. Der Laudator führte dies auf ihre ländliche Herkunft zurück, die eine Bodenständigkeit mit Weltoffenheit verbinde und die Grundlage ihres Erfolges bilde.
In ihrem Festvortrag „Vom Schönen und Nützlichen“ skizzierte Rita Lex-Kerfers wichtige Grundsätze und Stationen ihres Schaffens. Sie betonte, dass ihre Projekte auf bekannten Weisheiten basieren und oft das Einfache langfristig am nützlichsten sei, nicht das Spektakuläre. Projekte hätten einen realen Hintergrund und bewegten sich innerhalb fester Rahmenbedingungen. Ziel sei es, das Schöne und das Nützliche zu vereinen. Die Angemessenheit einer Planung sei entscheidend für:
- die Akzeptanz bei Entscheidungsträgern und Nutzern
- die langfristige Nutzung
- die Nachhaltigkeit
Für sie stehe am Beginn des Planungsprozesses nicht die Frage „Was ist möglich?“, sondern:
Was ist an einem Ort notwendig und richtig, um die gestellten Anforderungen zu erfüllen? Welche Potentiale stecken in einem Ort, die es lohnen, sie weiterzutragen und in die Neugestaltung einfließen zu lassen oder die sogar zum Leitelement der Neuplanung werden können?
Zu ihren Projekten zählen unter anderem der Friedhof mit Aussegnungsgebäude und das neue Sport- und Vereinszentrum in Münsing am Starnberger See, das Veranstaltungsforum Fürstenfeldbruck, der „Agfa-Park“ in München-Giesing, das Gymnasium Erding II sowie die Erweiterung des Freizeitgeländes in Eching.
Auszeichnung für innovative Leistungen im Gartenbau
Der Preis im Bereich Gartenbau ging an Dipl.-Ing. (FH) Manfred Mikl, der noch am Anfang seiner beruflichen Laufbahn steht. Nach seinem erfolgreichen Abschluss an der Fachhochschule Weihenstephan hat er in der österreichischen Steiermark seinen eigenen gärtnerischen Betrieb entwickelt und zahlreiche regionale sowie internationale Projekte initiiert und begleitet. Prof. Dr. Gerhard Richter, ehemaliger Professor im Fachbereich Landschaftsarchitektur, stellte in seiner Laudatio die Karriere des Preisträgers vor und äußerte die Hoffnung, dass diese andere junge Absolventen motivieren möge.
Prof. Richter hob die kommunikative und soziale Vielseitigkeit von Manfred Mikl hervor, der über nationale und internationale Kontakte verfügt. Er begleitete unter anderem eine studentische Projektgruppe von Prof. Richter als Reiseführer, Kontaktvermittler und „Werbeträger“ seiner Heimatregion Südoststeiermark. Bereits die Entscheidung, 500 km für das Studium nach Weihenstephan zu reisen, zeige seine Weltoffenheit und sein Interesse an modernem internationalem Marketing.
In seinem Vortrag „Südoststeiermark: Positionierung einer Region auf Basis von Pflanzen“ stellte Manfred Mikl seine Heimatregion vor. Die Region profitiert von ihrer grenznahen Lage zu Slowenien, Ungarn und Kroatien. Wirtschaftlich bedeutsam ist dort unter anderem das Kürbiskernöl, das auf 13.000 Hektar von etwa 2000 Betrieben angebaut wird. Das Öl gilt hinsichtlich seines Vitamin-E-Gehalts und der mehrfach ungesättigten Fettsäuren als wertvoller als Olivenöl.
Zu den Projekten und Aktivitäten von Manfred Mikl gehören:
- Einführung eines Qualifizierungsprogramms mit 70 lokalen Arbeitskreisen
- Erweiterung des elterlichen Betriebes im Dienstleistungsbereich
- Vermietung mediterraner Kübelpflanzen
- Aufbau eines Gartenkulturzentrums mit Veranstaltungen
- Produktion von Bio-Gemüsejungpflanzen und Stauden
