Blütenreiche Gärten als Lebensraum für Bestäuber
In naturnahen Gärten leisten zahlreiche Nützlinge einen wichtigen Beitrag zum ökologischen Gleichgewicht. Hummeln, Wildbienen, Florfliegen und viele weitere Insekten bestäuben Gemüse- und Obstpflanzen oder ernähren sich von Schadinsekten wie Blattläusen. Damit diese Helfer dauerhaft im Garten bleiben, benötigen sie von Frühjahr bis Herbst ein kontinuierliches Angebot an Blüten.
Anlässlich des Tages der Artenvielfalt am 22. Mai rückt die Bewegung „Natur im Garten“ die Bedeutung blütenreicher Pflanzungen in den Fokus. Besonders Stauden und Gehölze schaffen nicht nur farbenfrohe Gartenbilder, sondern liefern gleichzeitig wertvolle Nahrung für Bestäuber und andere Nützlinge.
Blütenreichtum stärkt Artenvielfalt
Blühende Stauden und Gehölze tragen wesentlich dazu bei, Insekten in den Garten zu locken. Sie bieten Nektar und Pollen und unterstützen damit zahlreiche Arten, die für Bestäubung und natürliche Schädlingsregulierung unverzichtbar sind. Gleichzeitig profitieren auch Obst- und Gemüsekulturen von einer höheren Bestäuberaktivität.
„Blütenreiche Gärten locken zahlreiche Insekten wie Bienen, Käfer oder Fliegen an und erhöhen die Artenvielfalt in Ihrem Garten. Sie garantieren als wichtige Bestäuber nicht nur ein biologisches Gleichgewicht, sondern auch reiche Ernten“, erklärt Katja Batakovic, fachliche Leiterin von „Natur im Garten“, welche die Top 5 der beliebtesten Pflanzen für Bienen verrät: „Lavendel, Schafgarbe, Natternkopf, Thymian und Dost sind die beliebtesten Pflanzen für Bienen und bringen das ganze Jahr Farbe in Ihren Garten.“
Das Frühjahr gilt als idealer Zeitpunkt, um bestehende Stauden- und Blumenbeete mit ökologisch wertvollen Pflanzen zu ergänzen. Viele Arten entwickeln sich zu regelrechten Insektenmagneten und werden von Blütenbesuchern besonders häufig angeflogen.
Unterschiedliche Blüten für verschiedene Insekten
Verschiedene Insekten bevorzugen unterschiedliche Blütenformen. Honigbienen, Hummeln und viele Wildbienenarten besuchen besonders gern Lippenblütler wie Salbei. Auch Rachenblütler, etwa Königskerzen, werden häufig angeflogen.
Schmetterlinge sind hingegen auf Nektar aus tiefen Blütenröhren spezialisiert. Pflanzen wie Nelken, Phlox oder Sommerflieder bieten ihnen geeignete Nahrungsquellen. Nachtaktive Falter finden wiederum an Nachtkerzen oder Wunderblumen geeignete Blüten.
Ganzjähriges Blütenangebot entscheidend
Für einen insektenfreundlichen Garten ist vor allem die Vielfalt entscheidend. Unterschiedliche blühende Pflanzen sorgen dafür, dass möglichst viele Bestäuber geeignete Nahrungsquellen finden. Je größer das Blütenangebot, desto mehr Insekten können im Garten Nahrung aufnehmen.
Ebenso wichtig ist ein durchgehendes Blütenangebot über die gesamte Vegetationsperiode hinweg. Blühende Pflanzen vom Frühjahr bis in den Herbst stellen sicher, dass Bestäuber während der gesamten Saison ausreichend Nahrung finden und dauerhaft im Garten Lebensraum erhalten.
