Naturschutz

Bioland-Bauern fordern Klimaschutz durch Landwirtschaft

Im Vorfeld der UN-Klimakonferenz in Paris verabschiedete Bioland eine Resolution. Sie fordern ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Reduktion von Treibhausgasen in der Landwirtschaft und die verstärkte Nutzung des Biolandbaus.

Resolution zur UN-Klimakonferenz: Bioland setzt Zeichen

Im Vorfeld der 21. Internationalen UN-Klimakonferenz in Paris hat die Bundesdelegierten-Versammlung von Bioland eine Resolution mit dem Titel „Mehr Klimaschutz durch Landwirtschaft“ verabschiedet. Darin appellieren die Bioland-Bauern an Bundeskanzlerin Merkel, ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Reduktion der Treibhausgase in der Landwirtschaft durchzusetzen und die Potenziale des Biolandbaus verstärkt zu nutzen.

Die Agrar- und Ernährungspolitik muss als Teil der Klimapolitik ausgerichtet werden – und zwar mit verbindlichen Reduktions- und Zwischenzielen.

Dies sei ein wesentlicher Schritt, um die Erderwärmung unter zwei Grad zu halten. Die Bioland-Mitglieder sehen sich als Landwirte in der Verantwortung gegenüber Mensch und Umwelt. Sie wollen über ihr tägliches Handeln als Biolandwirte hinaus ein Zeichen setzen.

Forderungen und Hintergründe

Das Papier der Bioland-Bauern umfasst insgesamt zwölf Punkte. Diese reichen von der Reduzierung des Fleischkonsums über eine Stickstoffabgabe bis hin zur Forderung, EU-Agrarzahlungen konsequent auf die Herausforderungen im Klima- und Umweltschutz neu auszurichten.

Die Landwirtschaft ist nicht nur Mitverursacher, sondern auch Betroffener des Klimawandels. Extreme Starkregen, Hochwasser und Trockenperioden führen bereits heute zu Ernteverlusten in Deutschland. Wissenschaftliche Studien belegen, dass der ökologische Landbau ein emissionsärmeres Produktionsverfahren darstellt.

Im Aktionsprogramm Klimaschutz 2020 des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) wird die Erhöhung des Flächenanteils des ökologischen Landbaus als wichtige Maßnahme zur Reduktion der Treibhausgase genannt.

Dieses Ziel muss die Bundesregierung viel konsequenter und endlich weniger halbherzig verfolgen. Deshalb braucht es einen politisch geschaffenen Rahmen in Ordnungsrecht und Förderpolitik, der klimaschädliches Handeln einschränkt und klimaschützende Anbausysteme fördert. Das dient nicht nur dem Klimaschutz, sondern auch der Glaubwürdigkeit der Bundesregierung bezüglich ihrer Klimaziele.

Dies erklärte Jan Plagge, Präsident des Bioland-Verbandes.

17.11.2015

Zurück