Naturschutz

Biosphärenreservat Rhön erweitert: 3.500 Hektar für den Naturschutz

Das Biosphärenreservat Rhön wurde um 3.500 Hektar erweitert und ist nun rechtsverbindlich. Die Fläche wuchs auf 130.500 Hektar, was den Naturschutz in der Region stärkt und die Attraktivität erhöht.

Umfang und Bedeutung der Erweiterung für die Rhön

Das Biosphärenreservat Rhön ist ein Aushängeschild für den Naturschutz in Bayern. Viele vom Aussterben bedrohte Vogelarten wie Birkhuhn oder Schwarzstorch haben hier ihren Lebensraum. Auch Öko-Tourismus und Bildung für nachhaltige Entwicklung werden im Biosphärenreservat groß geschrieben. Ich freue mich, dass die Erweiterung des Biosphärenreservats jetzt abgeschlossen ist. Ich bin überzeugt, dass die Region dadurch weiter an Attraktivität gewinnt. Die Erweiterung ist eine großartige Gemeinschaftsleistung von Kommunen, Bund und Freistaat sowie den sehr engagierten Menschen vor Ort.

Der bayerische Teil des Biosphärenreservats Rhön wurde auf die Grenzen des Naturparks Bayerische Rhön vergrößert. Die Fläche wuchs von 72.800 Hektar auf nun 130.500 Hektar. Drei Prozent der Gesamtfläche sind als nutzungsfreie Kernzone ausgewiesen.

Für die Erweiterung wurden rund 3.500 Hektar zusätzliche Kernzonenflächen benötigt. Diese wurden vom Bund, dem Freistaat Bayern und den betroffenen Kommunen bereitgestellt.

Die Rhön als Modellregion für nachhaltige Entwicklung

Seit 1991 ist die Rhön von der UNESCO als erstes länderübergreifendes Biosphärenreservat in Deutschland anerkannt. Es erstreckt sich über Bayern, Hessen und Thüringen. Das Biosphärenreservat hat sich als Modellregion für nachhaltige Entwicklung, Umweltbildung, anwendungsorientierte Forschung und partnerschaftlichen Naturschutz mit der Landwirtschaft etabliert.

Ein Schwerpunkt liegt auf der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Diese wird in den Infozentren „Haus der Langen Rhön“, „Haus der Schwarzen Berge“ und „Schwarzes Moor“ sowie in der Umweltbildungsstätte Oberelsbach in Zusammenarbeit mit den Schullandheimen Bauersberg und Thüringer Hütte gefördert. Das Umweltministerium unterstützt die Bildung für nachhaltige Entwicklung vor Ort jährlich mit 1,3 Millionen Euro.

Die Erweiterung des Biosphärenreservats Rhön wird am 20. November in Bad Kissingen im Rahmen eines Festakts mit der Bayerischen Umweltministerin Ulrike Scharf gewürdigt.

03.11.2014

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