Hintergrund und Zielsetzung des BiotopVerbund-Projekts
Der Rückgang der Artenvielfalt ist eine Folge intensiver Landnutzung und des steigenden Flächenbedarfs, der Lebensräume zerschneidet. Das BiotopVerbund-Projekt „Landschaft + Menschen verbinden – Kommunen für den bundesweiten Biotopverbund“ im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt zeigt Kommunen Wege auf, wie sie sich für die Schaffung neuer Lebensräume und die Vernetzung von Biotopen einsetzen können.
Als Modellregionen dienen Projekte in der Grafschaft Bentheim, im Landkreis Freising und auf Rügen. Ein Biotop bezeichnet ein von Pflanzen- und Tiergemeinschaften besiedeltes Areal. Für den Erhalt der Artenvielfalt ist die Vernetzung bestehender Biotope essenziell. Biotopverbünde ermöglichen die Verbreitung von Pflanzenarten und die Wanderbewegungen von Tieren, was den genetischen Austausch der Arten fördert.
Praktische Unterstützung und Präsentation von Erfolgen
Interessierte Akteure, die Biotope renaturieren oder neu anlegen möchten, finden auf der Webseite des BiotopVerbund-Projektes konkrete Planungshilfen. Dazu gehört der Praxisleitfaden der Heinz Sielmann Stiftung „In 10 Schritten zum Biotop“, der kostenfrei heruntergeladen werden kann. Erfolgreich umgesetzte Biotopmaßnahmen können anschließend auf der interaktiven Biotopverbundkarte dargestellt werden.
Förderung und Projektpartner
Das BiotopVerbund-Projekt wird im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) gefördert. Die finanziellen Mittel stellt das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) bereit. Das Projekt startete im September 2020 mit dem Ziel, das Netzwerk aus Biotopen als Grundlage für den Artenerhalt auszubauen. Projektpartner sind der Landschaftspflegeverband Rügen e. V., die Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim und der Landschaftspflegeverband Freising e. V. unter der Leitung der Heinz Sielmann Stiftung.
