Taktile Bodenindikatoren: Funktion und Normierung
Die Orientierung im Straßenverkehr stellt für blinde und sehbehinderte Menschen eine Herausforderung dar. Um die Sicherheit dieser Personengruppe zu gewährleisten, fordert das Gesetz zur Gleichstellung behinderter Menschen eine barrierefreie Gestaltung des öffentlichen Raumes.
Ein wesentliches Element hierfür sind taktile Bodenindikatoren. Diese sind durch Ertasten wahrnehmbar und weisen einen starken Farbkontrast zur Umgebung auf, um Menschen mit eingeschränkter Sehfähigkeit die Orientierung zu erleichtern. Sie werden als Leit- und Warnsystem in Form von Rillen- und Noppensteinen in der Straßen- und Wegebefestigung eingesetzt.
KANN Taktile Platten im Detail
Rillensteine dienen in Längsrichtung als Führungslinie und in Querrichtung als Gefahrenhinweis, beispielsweise an Bahnsteigkanten. Noppensteine werden als Aufmerksamkeitsfelder eingesetzt, um auf Hindernisse wie Türen oder Treppen hinzuweisen und erhöhte Aufmerksamkeit zu signalisieren. Die Eigenschaften und Geometrien dieser Bodenindikatoren sind in der DIN Norm 32984 „Bodenindikatoren im öffentlichen Raum“ geregelt, um größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten.
KANN bietet taktile Platten mit DIN-gemäßer Profilierung an, die sowohl mit Rillen- als auch mit Noppenprofilen gefertigt werden. Die Rillensteine verfügen über 5 mm hohe Rippen, die in Abständen von 43 mm (Scheitelpunktabstand) angeordnet sind. Diese lassen sich mit Blindenlangstöcken gut ertasten.
Die Noppenplatten für Aufmerksamkeitsfelder weisen eine versetzte Noppenanordnung auf, um ein Durchrutschen des Taststocks zu verhindern. Ihre Höhe von 5 mm ermöglicht zudem eine Ertastung mit den Füßen. Die Steine sind im Rastermaß 30 x 30 x 8 cm lieferbar und für die Befahrung mit Pkw geeignet.
Die Platten sind in den Farben Weiß und Anthrazit erhältlich. Dies ermöglicht eine kontrastreiche Verlegung, die auch von Menschen mit starker Sehbehinderung gut wahrgenommen werden kann.
