Blühpakt Bayern: Neuer Manager koordiniert Initiativen für mehr Artenvielfalt

Naturschutz

Das Umweltministerium hat einen Blühpakt-Manager eingesetzt, um die Umsetzung des Blühpakts zu koordinieren. Diese Position dient als zentrale Anlaufstelle für Bürger, Unternehmen, Kommunen und weitere Interessierte und koordiniert bayernweit Projekte.

Koordination und Ziele des Blühpakts Bayern

Das Umweltministerium hat einen Blühpakt-Manager eingesetzt, um die Umsetzung des Blühpakts zu koordinieren. Diese Position dient als zentrale Anlaufstelle für Bürger, Unternehmen, Kommunen und weitere Interessierte. Gleichzeitig koordiniert der Blühpakt-Manager bayernweit Projekte und begleitet entsprechende Initiativen.

Wir haben ein klares Ziel: Wir wollen Bayern zum Blühen bringen. Gemeinsam mit Naturschützern, Landwirtschaft, Wirtschaft und Bevölkerung sollen mehr Blühflächen und mehr Lebensräume für Insekten, vor allem für Wildbienen entstehen. Blühende Flächen bieten gerade den gefährdeten Wildbienen wichtige Nektar-Tankstellen. Die Reaktion auf unseren Blühpakt ist hervorragend. Das zeigt: Der Schutz der Artenvielfalt ist für viele Menschen eine sehr wichtige Aufgabe. Mein Ziel ist es, so viele Menschen wie möglich auf dieses Thema aufmerksam zu machen und ein blühendes Netzwerk in ganz Bayern zu schaffen. Deshalb setzen wir einen bayernweit tätigen Blühpakt-Manager ein. Unser neuer Blühpakt-Manager wird Ansprechpartner, Koordinator und Impulsgeber für neue Ideen sein.

Der "Blühpakt Bayern" umfasst mehrere Ziele und Maßnahmen zur Förderung der Artenvielfalt:

  • Die landesweite Initiative "natürlich Bayern" wird in Kooperation mit den Landschaftspflegeverbänden umgesetzt. Das Umweltministerium plant, in den nächsten fünf Jahren insektenfreundliche Maßnahmen in Kommunen zu realisieren. Ziel ist die Schaffung von möglichst vielen bepflanzten öffentlichen Flächen, die als Nahrungsquellen für Bienen dienen. Dafür sind Investitionen von knapp 3 Millionen Euro vorgesehen.
  • Der Wettbewerb "Blühender Betrieb" soll bayerische Unternehmen motivieren, mehr Blühflächen auf ihren Betriebsgeländen anzulegen. Die rund 2.300 Mitglieder des Umweltpakts Bayern sind hierfür die erste Zielgruppe.
  • Eine umfassende Infokampagne richtet sich an die Bevölkerung, um ein bienen- und insektenfreundliches Umfeld auf Balkonen und in Gärten zu fördern.
  • Zusätzlich werden 10 Millionen Euro für Umwelt- und Naturschutzmaßnahmen in der Landwirtschaft im Rahmen des Vertragsnaturschutzes bereitgestellt. Bis 2019 sollen 100.000 Hektar landwirtschaftliche Fläche nach den Vorgaben des Vertragsnaturschutzes bewirtschaftet werden. Bis 2030 ist eine Verdopplung dieser Fläche geplant, um den Blühpakt weiterzuentwickeln.

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