Herausforderungen und Bedeutung des Bodenschutzes
Der Schutz des Bodens bleibt ein zentrales Thema, wie die Internationale Grüne Woche in Berlin zeigte. Der kritische Agrarbericht 2010 des Agrarbündnisses widmete 17 von 47 Beiträgen dem Boden, da dieser als primäre Ressource für alle Landbewirtschaftungen gilt.
Die Herausgeber des Berichts weisen auf die zunehmende Erosion wertvoller Humusschichten hin. Dies hat auch Relevanz für den Klimaschutz, da Humusschichten als wichtige Kohlendioxidsenken fungieren.
Rechtliche und praktische Aspekte des Bodenschutzes
Für Landwirte ist vorsorgender Bodenschutz eine grundlegende Aufgabe. Das Bundes-Bodenschutzgesetz (BBodSchG), das 2009 sein zehnjähriges Bestehen feierte, definiert Boden als schutzwürdiges Gut. Ziel ist es, Bodenverdichtungen und die damit verbundene Erosion weitestgehend zu vermeiden.
Praktische Handlungsanweisungen für den Bodenschutz bietet die aid-DVD „Bodenschonendes Befahren mit landwirtschaftlichen Maschinen – Gute fachliche Praxis“.
Fakten zum Boden: Bildung, Wasser und Flächenverbrauch
Unter den hiesigen Klimaverhältnissen dauert es 100 bis 300 Jahre, bis eine Humusschicht von einem Zentimeter Dicke entsteht. Pro Jahr werden auf einem Hektar Boden etwa 1.000 Kubikmeter Grundwasser neu gebildet, überwiegend in Trinkwasserqualität.
In Deutschland werden täglich rund 100 Hektar Fläche, was etwa 150 Fußballfeldern entspricht, für Siedlungen und Verkehr neu beansprucht. Die Hälfte dieser Fläche wird überbaut, asphaltiert oder gepflastert. Diese Zahlen unterstreichen die Bedeutung des Bodenschutzes.