Auszeichnung für nachhaltige Forstwirtschaft in Hessen
Der Bodenschutzpreis 2025, verliehen vom Kalkverband Agrar im Bundesverband der Deutschen Kalkindustrie e. V. und dem Deutschen Forstwirtschaftsrat e. V. (DFWR), geht an das Bundesland Hessen. Die Auszeichnung wurde dem hessischen Minister Ingmar Jung im Rahmen eines parlamentarischen Abends in Berlin überreicht. Gewürdigt wird damit das Engagement des Landes im Bereich des klimaresilienten Waldmanagements und der Umsetzung der Bodenschutzkalkung in Wäldern.
Der Preis honoriert Maßnahmen, die einen positiven Mehrwert für Praxis, Wissenschaft und gesellschaftspolitische Fragen zum Schutz des Bodens sowie der darauf wachsenden Pflanzen und Bäume schaffen. Viele Waldböden in Deutschland sind weiterhin durch historische Schadstoffeinträge und die Auswirkungen des Klimawandels beeinträchtigt. Die Bodenschutzkalkung trägt dazu bei, Versauerung auszugleichen, die Aktivität von Bodenorganismen zu fördern und die Vitalität der Wälder langfristig zu stabilisieren. Hessen setzt dabei auf eine fachlich fundierte und bedarfsgerechte Umsetzung, um die Widerstandskraft seiner Wälder zu stärken.
Der Zustand unserer Wälder ist ein Weckruf. Wer den Waldboden vernachlässigt, gefährdet die Zukunft des Waldes. Hessen zeigt mit der konsequenten Bodenschutzkalkung, dass verantwortungsvolle Politik handelt, statt abzuwarten. Bodenschutz ist aktiver Klimaschutz – und eine Investition in die Widerstandskraft unserer Wälder, in Biodiversität, sauberes Wasser und nachhaltige Holzversorgung. Dieses Engagement setzt Maßstäbe.
Der Bodenschutzpreis ist für uns als Land Hessen Anerkennung und Ansporn zugleich. Die Auszeichnung bestätigt den Weg, den wir in Hessen gemeinsam mit der forstlichen Praxis, unseren privaten und kommunalen Waldbesitzern, der Wissenschaft und der Verwaltung gehen: Wir verstehen den Schutz des Waldbodens als integralen Bestandteil einer nachhaltigen Forstwirtschaft und als Grundlage unseres Waldökosystems. Diesen Ansatz wollen wir künftig weiterentwickeln und die Zusammenarbeit zwischen Forstwirtschaft, Wasserwirtschaft und Bodenschutz weiter stärken. Wir richten den Blick konsequent auf die langfristigen Wirkungen, denn die Zukunft unserer Wälder entscheidet sich nicht allein in den Baumkronen. Sie entscheidet sich auch im Boden.
Es ist wichtig, vor allem die Privatwaldbesitzenden mit fachlichen Informationen zu unterstützen. Zudem sind finanzielle Förderprogramme notwendig, um eine breite Umsetzung von Waldfördermaßnahmen zu erreichen. Hierzu zählt auch die Bodenschutzkalkung. Denn nur langfristig intakte Böden können mit Extremsituationen wie Starkregen umgehen und eine Grundlage für gesunde Bäume bieten. Gezielte Bodenschutzkalkungen sind essenziell, damit die Böden mindestens auf einem Vitalitätsniveau gehalten werden können.
Die Bodenschutzkalkung wird als zentraler Baustein einer verantwortungsvollen Waldbewirtschaftung betrachtet. DFWR und Kalkverband Agrar befürworten die kontinuierliche Fortführung der Förderung im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK), um die Stabilität der Waldböden langfristig zu sichern.

