Anhaltender Umsatzrückgang und steigende Kosten
Im dritten Quartal 2025 sank der Umsatz im Land- und Baumaschinenhandel und -Handwerk gegenüber dem Vorjahresquartal um 3,2 Prozent. Verantwortlich dafür war das Neumaschinengeschäft mit einem Rückgang von 4,5 Prozent. Der Gebrauchtmaschinenmarkt zeigte sich nahezu neutral mit einem Minus von 0,9 Prozent. Positive Entwicklungen gab es im Werkstattbereich mit einem Plus von 2,9 Prozent, während der Zuwachs im Ersatzteilvertrieb mit 0,8 Prozent geringer ausfiel.
Eine so lange Periode im Umsatzminus – mittlerweile sind es 27 Monate am Stück – gab es noch nie.
Dies kommentierte Ulrich Beckschulte von der Fachberatungs- und Informationsstelle (FIS) im LandBauTechnik-Bundesverband. Eine Umfrage der FIS im Bundesverband LandBauTechnik e.V. ergab, dass 53 Prozent der rund 4.000 Fachbetriebe in Deutschland Umsatzverluste meldeten, während 18 Prozent eine Umsatzsteigerung verzeichneten.
Die Betriebskosten stiegen um 3,4 Prozent und die Personalkosten um 5,8 Prozent. Diese Entwicklung, bei der die Kosten zunehmen und der Umsatz abnimmt, wird als ungünstig bewertet.
Lagerbestände, Personal und Zukunftsaussichten der Branche
Die Lagerbestände für Neutechnik leeren sich bei den meisten Fachbetrieben. Der Beschäftigtenstand blieb mit einem Plus von 0,3 Prozent nahezu unverändert. Positiv hervorzuheben ist, dass 37 Prozent der Fachbetriebe mehr Auszubildende eingestellt haben als im Vorjahr.
Die Umsatzerwartungen für die nähere Zukunft sind gedämpft: 43 Prozent der Betriebe erwarten ein weiteres Umsatzminus, während nur 2 Prozent eine positive Entwicklung prognostizieren. Diese Erwartungshaltung war zuletzt optimistischer. Es bleibt abzuwarten, ob die Ergebnisse des Agritechnica-Quartals das Jahresende noch versöhnlich gestalten können.

