Pflaster muss damit nicht mehr vollständig geschlossen ausgeführt werden. Vegetation lässt sich direkt integrieren – in Fugen, Zwischenräumen oder Teilbereichen. So entstehen aus ehemals dichten Belägen wieder Zonen, die Wasser aufnehmen und Pflanzen Raum geben. Gerade bei Hitze und Starkregen wird das praktisch relevant: Flächen heizen sich weniger auf, Niederschläge können vor Ort versickern.
Planern und Bauausführenden bietet braun-steine dafür einen Baukasten aus verschiedenen Systemlösungen. Damit lassen sich ganz unterschiedliche Flächen umsetzen: Stellplätze, Feuerwehrzufahrten und Wege, die belastbar bleiben müssen, ebenso wie Aufenthaltsbereiche, Vorplätze oder private Gärten mit mehr Grün. Innerhalb einer Fläche kann das wechseln – vom kompakten Belag in den Fahrspuren zu offenen Vegetationsräumen in ruhigeren Zonen.
Entscheidend ist nicht das einzelne Produkt, sondern die Möglichkeit, den Grünanteil innerhalb einer Fläche gezielt zu steuern – von punktuell bis deutlich durchgrünt. Dafür stehen drei Systeme zur Verfügung, die sich in ihrer Geometrie unterscheiden: organisch, linear und sechseckig. Sie bestimmen, ob eine Fläche ruhig und klar wirkt oder offener und bewegter aufgebaut ist. Diese Bandbreite zeigt braun-steine auch auf der GaLaBau am Messestand im direkten Vergleich.
Gemeinsam ist allen Systemen das konstruktive Prinzip: Die Fugen sind nicht nur gestalterisches Element, sondern funktionaler Bestandteil des Belags. Über Abstandsnocken wird ihre Breite definiert, gleichzeitig verzahnen sich die Steine beim Verlegen miteinander. So entstehen stabile Verbünde, auch wenn die Fugen bewusst geöffnet und als Pflanzräume genutzt werden.
Beim ARENA Vegetationsfugenstein macht der Anteil der grünen Fugen je nach Verlegung bis zu 50 % des Gesamtbelags aus. Die Fugenbreiten lassen sich innerhalb der Fläche frei variieren. Enger dort, wo hohe Belastbarkeit gefordert ist, beispielsweise auf Rettungswegen – breiter da, wo die Wege fließend in Grünflächen übergehen.
Das Prinzip, Abstandsnocken und zwei Steintypen miteinander zu kombinieren, ermöglicht beim linearen Vegetationsfugenstein VARIO Typ 20 und Typ 40 schmalere und breitere Pflanzfugen in der Pflasterfläche – für insgesamt bis zu 40 % Grün.
Mit POLYLINE wird die Gestaltung freier. Die sechseckige Geometrie ermöglicht nicht nur variierende Fugen, sondern auch zusätzliche Vegetationsräume durch Halbsteine oder bewusst ausgelassene Elemente. So entstehen Flächen, die sich stärker auflockern und differenzieren lassen, ohne ihre Belastbarkeit zu verlieren.
Ergänzt werden die Systeme durch Vegetationsflächensteine, bei denen ganze Steinbereiche als Substratraum ausgebildet sind. Sie bringen zusammenhängende Pflanzflächen direkt in den Belag und erweitern das Prinzip der begrünten Fuge um eine weitere Ebene. Da diese Elemente konstruktiv und unsichtbar in den Pflasterverband eingebunden sind, bliebt die Tragfähigkeit der Fläche erhalten.
Für die Praxis bedeuten die Lösungen von braun-steine: Befestigte Flächen lassen sich differenzieren, zonieren und durchgrünen – angepasst an Nutzung, Standort und Entwurf. Grün entsteht nicht mehr nur am Rand, sondern mitten in der Fläche.
Messe GaLaBau: Halle 4 – Stand 4-108


