Aus- und Weiterbildung

Brunner initiiert Kampagne für Grüne Berufe

Landwirtschaftsminister Brunner startet eine Informationskampagne, um Asylbewerber für Grüne Berufe zu gewinnen. Ziel ist die Integration durch Ausbildung in Bereichen wie Gärtnerei und Landwirtschaft. Die Initiative soll den Einstieg ins Arbeitsleben erleichtern und sprachliche Barrieren überwinden.

Informationskampagne für Asylbewerber in der Landwirtschaft

Landwirtschaftsminister Helmut Brunner hat eine Informationskampagne gestartet, um Asylbewerber mit Bleibeperspektive für die sogenannten Grünen Berufe zu gewinnen. Ziel ist es, den Einstieg in das Arbeitsleben zu erleichtern und damit die Integration zu fördern. Die Initiative richtet sich speziell an Berufe wie Gärtner oder Landwirt.

Brunner betonte in München, dass eine fundierte Ausbildung im Agrarbereich einen optimalen Start ins Arbeitsleben darstelle und einen wertvollen Beitrag zur Integration leisten könne. Er wies darauf hin, dass der in Deutschland übliche duale Ausbildungsgang, der Schule und Betrieb kombiniert, in vielen Herkunftsländern unbekannt sei. Zusätzlich erschwerten sprachliche Barrieren die eigenverantwortliche Berufswahl.

Unterstützung und Information

Die Initiative sieht vor, dass staatliche Agrarbildungsberater, die an den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten tätig sind, in Integrationsklassen von Berufsschulen über Grüne Berufe informieren. Sie sollen zudem Praktika in anerkannten Ausbildungsbetrieben vermitteln. Für diese Aufgabe werden die Berater speziell geschult. Um den sprachlichen Zugang zu erleichtern, sollen relevante Informationsbroschüren über Agrarberufe in die wichtigsten Herkunftssprachen übersetzt werden.

Wir wollen die jungen Asylbewerber möglichst frühzeitig informieren, damit sie die richtigen Weichen für ihr weiteres Leben stellen können.

Eine gute Betreuung während der Lehrzeit wird als unverzichtbar erachtet. Die Bildungsberater sollen eng mit berufsständischen Organisationen, Verbänden und der Agentur für Arbeit (BA) zusammenarbeiten, die unterstützende Angebote bereithält.

Positive Resonanz und Vorteile für Betriebe

Klaus Beier von der Regionaldirektion Bayern der BA bewertet die Initiative als erfolgversprechend.

Gemeinsam mit den Akteuren der Landwirtschaftsverwaltung und den Fördermitteln aus unserem mit 75 Millionen Euro ausgestatteten "Arbeitsmarktprogramm Flucht" sehe ich beste Voraussetzungen, unter den Menschen mit Fluchthintergrund junge Nachwuchskräfte für die duale Ausbildung zu gewinnen.

Laut Brunner profitieren auch die Ausbildungsbetriebe von der Initiative, da ihnen qualifizierte Ansprechpartner für Fragen rund um die Beschäftigung von Asylbewerbern zur Verfügung stehen. Ergänzende Informationen bietet die Broschüre „Potenzial nutzen – geflüchtete Menschen beschäftigen“ der Agentur für Arbeit.

05.05.2016

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